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Opfer verlegte den Tatort

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Im Prozess um eine angebliche Vergewaltigung in Wickede (wir berichteten) hat die 36. Strafkammer des Landgerichts gestern die Mutter des mutmaßlichen Opfers vernommen.

Es ist der Abend des 22. Mai, der die Richter interessiert. Ort des Geschehens: der Keller eines damals wie heute geschlossenen Kiosks an der Meylantstraße. Während eine junge Dortmunderin behauptet, der Angeklagte (26) habe sie dort an diesem Abend vergewaltigt, streitet dieser alles ab und wittert eine gemeine Intrige aus enttäuschter Liebe. Fest steht nur: Beide kannten sich schon vorher und hatten sich telefonisch verabredet.

Gestern schilderte die Mutter des mutmaßlichen Opfers im Zeugenstand ihre Erinnerungen an den Tatabend: Ihre Tochter habe nach einem Telefonat mit einer männlichen Person kurz vor 21 Uhr noch mal die Wohnung verlassen. "Sie sagte, sie müsse kurz weg, er sei am heulen", so die Zeugin. Weil sie jetzt schon wieder auf das Enkelkind aufpassen musste, habe es von ihr die klare Vorgabe gegeben: "Aber nur kurz." Als ihre Tochter dann um 22.30 Uhr immer noch nicht zurück gewesen sei, habe sie sie auf dem Handy angerufen. "Es ist etwas Schlimmes passiert, ruf' die Polizei", hieß es am anderen Ende. Zu Hause angekommen habe sich die Tochter dann "den Bauch gehalten" und erzählt, sie sei vergewaltigt worden.

Bei der anschließenden polizeilichen Vernehmung hatte die junge Frau zunächst von einem unbekannten Täter gesprochen und den Tatort in einen Schrebergarten verlegt. Ihre Mutter dazu: "Sie sagte, sie habe eine Abkürzung nach Hause genommen, es sei ja schon so spät gewesen." Erst später korrigierte das mutmaßliche Opfer ihre Aussage und belastete den Angeklagten. wvb

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