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Originalklang im Konzerthaus

DORTMUND Ein ganz neues, nein, eigentlich ein ganz altes Hörerlebnis verspricht das 2. Philharmonische Konzert, das von heute Abend bis Mittwoch Abend, im Konzerthaus erklingt: Tschaikowsky im Originalklang.

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Originalklang im Konzerthaus

Bruno Weil ist Gastdirigent beim 2. Philharmonischen Konzert.

Mit Bruno Weil, dem künstlerischen Leiter der Cappella Coloniensis, steht nicht nur ein besonders renommierter Dirigent, sondern vor allem ein Meister der historischen Aufführungspraxis am Pult der Dortmunder Philharmoniker. „Mich interessiert nur das, was der Komponist wollte“, gibt der 57-Jährige als sein Credo aus.

    Dazu gehört, dass Weil – um dem „Originalklang“ möglichst nahe zu kommen – nicht die übliche Partitur, sondern das Original-Manuskript Tschaikowskys verwendet. „Es ist hochinteressant, wie glasklar die Angaben des Komponisten sind“, stellt Weil fest. Tschaikowskys dramatisches letztes Werk wird so vom Ballast und Schwulst der Romantik befreit. Keine „Klangorgie“, kein Vibrato, kein Verwischen, sondern klare Linien, verspricht Weil. Und ist nach den ersten Proben in Dortmund „begeistert“, von der „enormen Bereitschaft des Orchesters“, sich darauf einzustellen.

    Nicht minder interessant als die Pathetique versprechen die anderen Werke des 2. Philharmonischen Konzerts zu werden. Die Collage über B-A-C-H von Arvo Pärt schlägt einen Borgen von der Alten Musik in die Gegenwart. Selbst für einen erfahrenden Dirigenten wie Weil ist es spannend, in dem dreisätzigen Werk des estischen Komponisten musikalische Zitate und Bezüge zu entdecken.

Das Konzert für Flöte, Harfe und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart mit den Solisten Henrik Wiese (Flöte) und Anne-Sophie Bertrand (Harfe) schlägt schließlich die Brücke zu Tschaikowsky, der großer Anhänger des Salzburger Meisters war. Schließlich will Weil am Ende zeigen, wie viel Mozart in Tschaikowskys Meisterwerk steckt.

  

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