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Polizei ist auf Ausschreitungen vorbereitet

DORTMUND In der Vergangenheit habe die Polizei mit einer Gefahren-Prognose leben müssen. " Seit dem 1. Mai wissen wir, es ist keine Prognose, sondern Realität", erklärte am Donnerstag Ingolf Möhring, stellv. Leiter der Dortmunder Polizeibehörde. Auch wenn Neonazis tatsächlich vor wenigen Tagen für ihren Aufmarsch am 1. September auf der Wittener Straße demonstrative Aktionen geübt haben sollten, so Möhring, sei die Polizei darauf vorbereitet.

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Sollten Gewalttätigkeiten von Rechts kommen, hätte man "endlich einen Verbotsgrund, der auch einer gerichtlichen Überprüfung standhalten würde." Deshalb glaubt der stellv. Behördenchef an keine Ausschreitungen von der Rechten Seite. Ebenso vorbereitet ist man auf Krawalle, die - wie am 1. Mai - von linken Autonomen ausgehen könnten.

Die Demonstrationszüge von Links und Rechts werden allerdings nicht in Sichtweite aufeinander treffen. Das Bündnis Dortmund gegen Rechts distanziert sich vom linksautonomen "Bündnis 28.3.", das u.a. auf seiner Internet-Seite auf eine Art zu seiner Demonstration aufrufe, "die in ihrer Gesamtausrichtung als kriegs- und gewaltverherrlichend anzusehen ist".

Auch die Polizei kennt diese Internet-Aufrufe, doch es gebe keine konkreten Hinweise auf gewalttätige Störungen, betonte Ingolf Möhring.

Die Bevölkerung vor Ort wird bis Samstag mit Flugblättern informiert. Möhring versuchte, Sorgen betroffener Bürger in Dorstfeld an der Marschroute der Neonazis auszuräumen. Veranstaltungen wie ein Flohmarkt und ein traditionelles Seifenkistenrennen seien mehr als 200 Meter entfernt. Man werde zudem alles tun, um diese Veranstaltungen nicht durch kreisende Hubschrauber zu beeinträchtigen, versprach Polizeiführer Ulrich Kühne.

Für Fragen zu den Versammlungen hat die Polizei wieder ein Bürgertelefon eingerichtet unter 132-555. Besetzt ist es ab dem heutigen Freitag, 8 bis 18 Uhr und morgen ab 8 Uhr.

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