Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Post will Boxen sichern

DORTMUND Julians Unfall hat weit reichende Folgen: Die Deutsche Post kündigte an, alle Paketboxen im Land sicherer zu machen. Wie berichtet war der Neunjährige am Sonntagnachmittag in Hombruch aus Spaß in das Ablagefach geklettert - sein Freund hatte daraufhin die Klappe geschlossen und seinen Spielkameraden so in die Box gefördert, wo das Kind stecken blieb.

Post will Boxen sichern

<p>In wenigen Minuten hatte die Feuerwehr den Jungen aus der Box befreit. Foltynowicz</p>

Das weinende Kind hatten Passanten bemerkt und sofort die Polizei alarmiert. Nach knapp einer Stunde knackten Feuerwehrleute die Paketbox - Julian konnte unverletzt in die Arme seiner Mutter übergeben werden.

"Es ist klar, dass wir etwas tun werden", erklärte ein Postsprecher. Das Unternehmen will jetzt eine Lösung suchen, die ähnliche Unfälle verhindert. 75 Paketboxen, an denen Kunden seit September 2006 rund um die Uhr frankierte Päckchen und Pakete einwerfen können, gibt es bislang in Dortmund, Bonn und Frankfurt. Bevor weitere in anderen Städten aufgestellt werden, will die Post die Mängel beheben.

Das Unternehmen werde sich jetzt mit dem Jungen in Verbindung setzen und über Details sprechen, so der Sprecher. Es sei jedoch der erste Vorfall dieser Art gewesen.

    Dass Julian den Zwischenfall unversehrt überstanden hat, ist nicht selbstverständlich: Kinder können Experten zufolge in so einer Lage schnell in Panik geraten und einen gefährlichen Schock erleiden. Zudem besteht die Gefahr, dass der Körper bei einer längeren Zwangshaltung einen Kreislaufzusammenbruch erleidet.

Die spektakuläre Befreiungsaktion an der Ecke Harkortstraße/Karlsbader Straße hatten am Sonntag zahlreiche Menschen verfolgt. Die Polizei hatte zunächst einen Sicherheitsdienst verständigt, weil der sich jedoch zu viel Zeit ließ, hatten die Beamten die Feuerwehr alarmiert. Den Helfern gelang es dann innerhalb von Minuten, das Schloss der Paketbox aufzubrechen.

  

Anzeige
Anzeige