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Publikum bekam nicht genug von Christina Stürmer

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"Hallo ich bin Jonathan, die Vorgruppe" - an Selbstbewusstsein mangelte es dem 21-jährigen Jonathan Walter nicht, als er mit seiner Gitarre ganz alleine auf der Konzerthaus-Bühne Platz nahm, ein bisschen mit dem Stimmen des Instruments kämpfte und ein paar Songs aus seinem Debut-Album "Augen auf und raus" vorstellte. Ein "Hallo Mama, hallo Papa, hallo Schwester", schickte der smarte Junge aus Schwerte noch hinterher, bevor er die Bühne räumte. Denn alles, was zählt, war beim ersten Konzert des Pop-Abos Christina Stürmer.

Und die 25-Jährige war ähnlich nervös. "Ich hab' so etwas Tolles wie dieses Konzerthaus noch nie gesehen", staunte sie. Seit zwei Monaten war der Saal bis unters Dach ausverkauft. Und die Wienerin, die seit 2003 die Popcharts stürmt, präsentierte ausnahmsweise nicht ein neues Album, obwohl ihr Anderthalbstunden-Programm natürlich mit Hits wie "Scherbenmeer", "Um bei Dir zu sein", "Ich kriege nie genug vom Leben' und ihrem ersten Nummer-1-Erfolg "Ich lebe" gespickt war. Inspiriert vom Unpluggend-Konzert im Konzerthaus möchte sie im November nun ein Unplugged-Album aufnehmen.

Mainstream-Pop, gemixt mit ein bisschen Calypso zu Beginn, zarten Jazzanklängen, viel Rhythmus und Texten, die auch das ganz junge Publikum unter 14 Jahren mitsingen konnte, hatte die Österreicherin aneinander gereiht. Und sie wagte Experimente, etwa einen Abstecher in die Country-Musik, die sie seit einem Kinobesuch so mag, dass sie ihren "Augenblick" umarrangiert hat.

Nach den ersten Songs gab's die erste rote Rose aus dem Publikum, nach einer Viertelstunde standen Zuschauer mit Fan-Transparenten auf. Ununterbrochen blitzen die Handys, was die Chipkarten hergaben. Im "Scherbenmeer" durfte dann auch Jonathan noch einmal mitsingen. Den stürmischeren Applaus bekam aber wie erwartet Christina Stürmer. JG

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