Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Räuber fanden Spinat statt Drogen im Gefrierfach

Anzeige

Sie fanden nur Spinat im Gefrierfach ihres Opfers - nicht aber die erhofften Drogen. Das Opfer des Überfalls - ein 32-jähriger Dortmunder - musste gestern vor Gericht beim Gedanken an diese Situation vor sechs Monaten kurz lachen. Damals, als die beiden Täter in seiner eigenen Wohnung plötzlich zwei lange Küchenmesser zogen und ihn bedrohten, war dem arbeitslosen Monteur allerdings nicht zum Lachen zumute. Wegen dieses Überfalls wurde einer der beiden Täter, ein 27-jähriger Dortmunder, gestern vor der 39. Strafkammer des Dortmunder Landgerichts zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.

Dabei fing alles recht harmlos an: Als der 32-Jährige gegen 22 Uhr nach Hause kam, erwartete er Besuch von einer Bekannten. Als es an der Tür klingelte, drückte er den Türöffner. Aber nicht sein erwarteter Besuch kam die Treppen hoch, sondern zwei Männer, darunter der Angeklagte. Der 27-Jährige, der erst einen Monat vor der Tat aus einer dreieinhalbjährigen Haft entlassen wurde, gab an, den 32-Jährigen nur deshalb besucht zu haben, weil er mit ihm reden wollte - die beiden kannten sich flüchtig. Aber es kam anders, der 32-Jährige erzählte: "Wie von der Tarantel gestochen sprangen die beiden auf und holten lange Messer aus ihren Jackentaschen." Dann brüllten sie ihn an und suchten nach Drogen - als der 32-Jährige sagte, keine Drogen zu besitzen, raubte der zweite Täter ihm die EC-Karte und zwang ihn, die PIN zu nennen. Während der zweite Täter erfolglos versuchte, Geld abzuheben, blieb der Angeklagte mit dem Opfer in der Wohnung - und drohte, ihm den kleinen Finger abzuschneiden. Dem 32-Jährigen gelang schließlich die Flucht, die Täter nahmen unterdessen Handys, zwei Ringe und einen Receiver mit.

Mit dem Urteil blieb das Gericht am unteren Rahmen des möglichen Strafmaßes - positiv wertete es dabei, dass der einschlägig vorbestrafte Angeklagte nach anfänglichem Zögern ein umfassendes Geständnis abgelegt hat. if

Anzeige
Anzeige