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Raucher an die Luft gesetzt

Raucher an die Luft gesetzt

<p>Stadt-Mitarbeiter, die auf Qualm nicht verzichten können, müssen vor die Tür. Rauchergruppen sind aber tabu. RN-Foto Wegener</p>

Haben Sie gestern auffallend viele Stadtbedienstete bei einem kleinen Spaziergang getroffen? Das könnte am Rauchverbot liegen. Denn in allen öffentlichen Räumen - und damit auch der gesamten Verwaltung - ist wie mehrfach berichtet seit Anfang des Jahres der blaue Dunst tabu.

Was dazu führt, dass Besucher und Beschäftigte vor die Tür des Hauses müssen. Doch auch nicht direkt davor. So fordert es zumindest die Anweisung der Verwaltungsspitze. Ein Zusammenrotten von rauchenden Stadt-Bediensteten etwa vor der Rathaustür könnte in der Öffentlichkeit ein schlechtes Bild abgeben, findet Personaldezernentin Dr. Christiane Uthemann. Was dazu führt - siehe oben - dass Rathaus-Mitarbeiter ihre Raucher-Pause am besten mit einem kleinen Spaziergang verbinden. Ob diese Extratouren von der Arbeitszeit abgezogen werden, ist offen. Es sei Sache der einzelnen Fachbereiche und Ämter, ob die Mitarbeiter für ihre Raucherpausen die Stechuhr drücken müssen, erklärt Uthemann. Sie selbst rät in jedem Falle zu einem "nicht zu restriktiven Umgang."

Dass die Not der Nikotin-Süchtigen bei der Dezernentin Verständnis findet, kommt nicht von ungefähr. Schließlich ist Uthemann selbst bekennende Raucherin. 20 bis 30 Zigaretten pro Tag habe sie bislang geraucht, gesteht sie. Jetzt dürften es deutlich weniger werden. Denn das Rauchverbot gilt natürlich auch für die Büros der Dezernenten im Stadthaus.

Nicht ganz leicht mit der Umsetzung des Rauchverbots tut man sich bei den Stadtwerken, die vor Wochen auch die Zwischenebenen der Stadtbahnstationen ab 1.1. zu Tabuzonen für Raucher erklärt hatten. Die standen gestern in der zentralen Station Kampstraße trotzdem schmauchend an den Bahnsteig-Zugängen. Es brauche Zeit, die Aschenbecher an die Oberfläche zu versetzen, erklärte die DSW-Pressestelle auf Anfrage. Vielleicht findet man bald sogar die Zeit, in den Stationen Plakate aufzuhängen, die auf die Neuregelung hinweisen. Denn auch die fehlten gestern noch. Oli

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