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Robert Kaller kämpft gegen Angst-Räume

Löttringhausen Seine stärksten "Waffen" sind die Farben Purpur, Rot bis Orange, Gelb und Grün. Seine "Schlachtfelder" vor der eigenen Haustür sind die Fußgängertunnel am Langelohzentrum sowie am Bahnhof Löttringhausen.

Robert Kaller will dort den "Angst-Räumen" den Kampf ansagen: "Diese Tunnel sind wie eine dunkle Höhle; in der die Leute nicht wissen, was am anderen Ende auf sie wartet", weiß der Dortmunder Künstler. Den 100 Meter langen Langeloh-Tunnel mit seinen seitlichen Treppenaufgängen hatte er vor drei Jahren mit einem Farbverlauf versehen. Damals fühlte sich der einstige Vorsitzende des Dorfvereins aktiviert, als das Einkaufszentrum durch den Auszug des Edeka-Marktes in die Krise schlitterte.

Graffiti schwimmen

Jetzt geht es darum, die Schmierereien zu entfernen, die im Laufe der Jahre entstanden sind, so Kaller: "Auf Farbverläufen allerdings wird selten drübergekritzelt - diese Graffiti schwimmen nämlich darauf und verfehlen ihre Wirkung." Das Projekt werde wohl zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen. Die Dogewo21 hat bereits signalisiert, die Kosten von 500 Euro zu übernehmen, freut sich auch Dorfvereins-Vorsitzender Hans-Jürgen Grotjahn.

Tiefflieger-Angriff

Schwieriger gestalte sich laut Robert Kaller das Unterfangen am Bahnhof, das er mit 10 000 Euro beziffert. Kaller: "Dort sieht es aus wie nach einem Tiefflieger-Angriff oder als ob der 2. Weltkrieg noch nicht beendet wäre." Durchgerostete Stahlträger und kaputte Verputzstellen. Rund drei Wochen Arbeit müssten investiert werden. "Wir könnten sofort anfangen, sobald es die Witterung zulässt", wartet Kaller auf das OK der Bahn AG.

Stolz ist Kaller auf die Verhüllung des Eckhauses Gerberstraße/Brückstraße in der Nähe des Konzerthauses mit einer Folie, die Musiker-Köpfe zeigt: "Wenn die Gäste mit einem Glas aus dem Konzerthaus kommen, blinzelt sie Mozart an." -as

www.kallerkunst.de

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