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Rock'n'Roll für einen guten Zweck

"Band Aid" in Dortmund: Weil das Café Weber in der Braunschweiger Straße in Finanznot ist, gaben am Samstag fünf Combos im benachbarten KCR ein Benefizkonzert. Es wurde eines mit Rasse und Klasse.

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Das famose Girlie-Quartett Pristine ist auf dem Weg nach oben und demonstrierte, was schnörkelloser 1-2-3-4-Punkrock ist. Kein Song über zwei Minuten. Krachige Gitarrenlicks und Schreihals-Refrains, die in den Ohren klingeln. Sie mögen aussehen wie Mäuschen, auf der Bühne verwandeln sich die Mädels in Wildkatzen.

Pristine wissen, was kickt. Ihre Songs haben traumhaft sicheres Timing, sind immer "Banger"-tauglich, nie im Tempo überrissen. Mit der Zeitmaschine ins Jahr 1977 geschleust, würden sie zu Helden für die Ewigkeit.

"The Cheeks" stehen seit Jahren für die Garagen-Variante des Sixties-Rock. Auf ihrem wahrhaft meisterlichen Album "Raw Countryside" (Cargo Records) wandelten sie zuletzt auf den Spuren von Love oder den Byrds: Ausgefeilte Vokalharmonien, großorchestrierte, volltönende Arrangements mit Bläsern und Streichern. Perfekte Pop-Momente, die sie auf kleiner Bühne nicht reproduzieren können. Stücke wie "Vivienne Westwood" und "Diggin' for Gold" (das R.E.M. gut stände) klingen aber auch in der abgespeckten Live-Variante noch großartig. Zudem haben die Cheeks mit Sänger Kono einen Frontmann, der immer in Aktion ist und die Blicke auf sich zieht.

Tolle Bühnen-Charismatiker sind die Jungs von Otis Optic noch nicht. Aber souveräne Songschreiber. Sie haben atemberaubend orgiastische Psychedelia-Nummern im Gepäck. Zwei Gitarren, flirrend bräsige Orgel (auch Orgelbass), explosives Getrommel. Wahnsinn! Die Entdeckung des Abends.

Die Soul Invaders aus Hagen haben sich dem "Schweinerock" verschrieben, sind dann am besten, wenn sie nicht pogoschnell sind. She Says What boten kessen Beat und Powerpop. - Den Leuten vom Café Weber wünscht man alles Gute. kai

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