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Titel des BVB-Hits

"Rubbeldiekatz" könnte Jugendwort des Jahres werden

DORTMUND "Rubbeldiekatz" ist ein anderer Ausdruck für: extrem schnell. Und der Ausdruck, den die Band Casino Express und Aki Schmidt im Sommer mit dem BVB-Hit "Rubbeldiekatz am Borsigplatz" bekannt machte, scheint bei Jugendlichen extrem beliebt zu sein. Jetzt steht der Ausdruck als "Jugendwort 2011" zur Wahl.

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"Rubbeldiekatz" könnte Jugendwort des Jahres werden

Mit "Rubbeldikatz am Borsigplatz" ließ Casino Express die Herzen der BVB-Fans höher schlagen. Natürlich mit Aki Schmidt am Akkordeon.

Die Verlagsgruppe Langenscheidt hatte insbesondere Jugendliche dazu aufgerufen, ihre Lieblingsbegriffe einzusenden, aus denen eine Jury nun das "Jugendwort des Jahres" auswählt. Offenbar haben sich viele BVB-Fans an der Vorauswahl beteiligt, das Wort "Rubbeldiekatz" vorgeschlagen und kräftig dafür gestimmt. Die Idee hinter der Wahl ist, den Wandel der deutschen Sprache und ihrer Wörter durch den kreativen Umgang von Jugendlichen mit der Alltagssprache zu präsentieren und zu dokumentieren.

Einsendungen wie „Beraterpommes“ - anstelle von Sushi - oder „Fichtenmoped“ - als Ersatzausdruck für Kettensäge – zeigen: Jugendliche lassen sich etwas einfallen, um die deutsche Sprache auf originelle und gewitzte Art und Weise zu verändern. Deshalb gibt es seit 2008 das "Jugendwort des Jahres".

In diesem Jahr sandten Nutzer etwa 250 Begriffe und Redewendungen ein, aus denen eine Liste der 30 beliebtesten Begriffe entstand. Über diese Ausdrücke konnten die Nutzer anschließend auf der Internet-Seite des Verlags abstimmen - dabei schaffte es "Rubbeldiekatz" in die Top-15. Diese 15 meistgewählten Begriffe werden nun einer aus Redakteuren und Sprachwissenschaftlern bestehenden Jury vorgelegt, die das „Jugendwort des Jahres“ kürt. Bewertungskriterien sind Langenscheidt zufolge unter anderem Kreativität, Originalität, Aktualität und Verbreitungsgrad.

Die Entscheidung über das "Jugendwort des Jahres" soll bis Anfang Dezember fallen, ein genauer Termin steht noch nicht fest. Klar ist: Die Konkurrenz für "Rubbeldiekatz" ist groß, aber der Titel des BVB-Kulhits hat in jedem Fall eine Chance. "Guttenbergen" anstelle von abschreiben dürfte ein harter Konkurrent sein, möglicherweise auch das englische Wort "Fail" zur Bezeichnung von groben Fehlern. Dagegen eher langweilig: "Gesichtsbuch" als Ausdruck für Facebook oder "Karussell-Fleisch" für Döner.

Die Langenscheidt-Jury wird sich jetzt hoffentlich rubbeldiekatz entscheiden - möglichst für das Dortmunder Kultwort aus dem Meisterjahr 2011. Übrigens: 2010 gewann "Niveaulimbo" (das ständige Absinken des Niveaus) die Wahl zum "Jugendwort des Jahres". Mit der Entscheidung für "Rubbeldiekatz" kann das Niveau wieder extrem schnell steigen...

Rubbeldiekatz mit "e"


Stefanie Schill wie folgt: "Die meisten Leute haben das Wort so eingereicht, weswegen wir die Schreibweise orthografisch angeglichen haben." 

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