Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Rund 1 Mio. € im OB-Büro veruntreut?

DORTMUND Neue Erkenntnisse in der "Bargeld-Affäre" im OB-Amt: Die Ex-Mitarbeiterin hat deutlich mehr Geld veruntreut als zuletzt angenommen. Im Juni noch hatte die 41-jährige Stadtbedienstete vor dem Staatsanwalt eingeräumt, sie habe zur Finanzierung ihrer Kokainsucht innerhalb von drei Jahren 400.000 € vom Stadtkonto in die eigene Tasche umgeleitet.

Anzeige
Rund 1 Mio. €  im OB-Büro veruntreut?

Die Bargeld-Affäre im Rathaus bleibt weiter spannend.

Es sei deutlich mehr, erkärte  Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel auf RN-Nachfrage, eine konkrete Zahl wollte sie nicht nennen. Die Ermittlungen seien noch nicht am Ende.

Kein Hinweis auf Mittäter

Dagegen haben die Rechnungsprüfer und Ermittler die Auswertung der Kassenbelege, die bis ins Jahr 2001 zurückreichen, im wesentlichen abgeschlossen. Dem Vernehmen nach soll die Frau in fünf, sechs Jahren rund 1 Mio. €  für sich abgezweigt haben. Offen ist die Frage, ob sie das gesamte veruntreute Geld ausgegeben oder noch einen Teil der Summe irgendwo gebunkert hat. Die Staatsanwaltschaft gehe weiterhin davon aus, dass die ehemalige Stadtbedienstete Einzeltäterin war, so Holznagel:  "Es gibt nicht den geringsten Hinweis, dass es Mittäter, Mitwisser oder Nebentäter gab."

Anklage im Herbst

Bis zum Herbst soll die Anklage fertig sein, kündigt die Behördernsprecherin an. Der Beschuldigten werden Untreue und Urkundenfälschung vorgeworfen. Sie war innerhalb des OB-Amtes mit dem Rechnungswesen beschäftigt und soll, um das Geld für private Zwecke vom Stadtkonto abheben zu können, Unterschriften von Kollegen und Vorgesetzten gefälscht haben.

Anzeige
Anzeige