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SPD: Jugendrat wäre "reine Augenwischerei"

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Brackel Karl-Heinz Czierpka Friedhelm Sohn Zu dem Vorschlag der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Brackel, ein Jugendparlament einzurichten (wir berichteten), nehmen Bezirksvorsteher (Foto 1) und Ratsvertreter (Foto 2) Stellung:

Der Unions-Aussage, dass Kinder und Jugendliche in der Vergangenheit fast nie in die Gespräche eingebunden gewesen seien, widersprechen die beiden SPD-Politiker. Beide empfehlen der SPD-Fraktion, den CDU-Antrag abzulehnen. Dortmund gehe bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bewusst einen anderen Weg. Sobald ein Projekt geplant werde, würden die Jugendlichen vor Ort eingebunden. Zuletzt sei dies in Wambel bei der Planung eines Jugendplatzes geschehen. Friedhelm Sohn: "Dadurch erreicht man genau die jungen Menschen, die von der Einrichtung später profitieren werden, sie können ihre Vorstellungen einbringen und werden dadurch optimal einbezogen. Vertreter irgendwelcher Schulen, wie von der CDU gefordert, haben örtlich oft gar keinen Bezug zu den einzelnen Projekten."

Außerdem gebe es das DO-Forum: Es könne jederzeit tagen, auch kurzfristig. Dadurch sei es möglich, schneller auf alle Anfragen und Anregungen zu reagieren. Das DO-Forum könne im Dortmunder Rathaus, aber auch in einer Schule, einer Jugendfreizeitstätte oder einem Vereinsheim stattfinden.

Völlig im Nebel lasse die CDU die Frage, wie sich so ein Jugendrat überhaupt zusammensetzen solle. Eine Anbindung an die Schulen mache in Dortmund absolut keinen Sinn, denn viele Kinder besuchten Schulen anderer Stadtbezirke, und umgekehrt säßen in den Schülervertretungen

der Stadtbezirks-Schulen Schüler aus anderen Vororten. Grundschüler

würden dabei gar nicht erfasst.

Karl-Heinz Czierpka weist darauf hin, dass auch Jugendliche die Einwohnerfragestunden der Bezirksvertretung nutzen können, auch das sei in der Vergangenheit mehrfach geschehen.

Im nächsten Monat solle es wieder ein Gespräch mit den Handlungsträgern der Jugendarbeit im Stadtbezirk Brackel geben.

Die Installation eines zusätzlichen Gremiums ohne irgendwelche Kompetenzen sei reine Augenwischerei und bringe niemanden weiter, finden die beiden Sozialdemokraten.

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