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"Sahnehäubchen"

Christa Thoben griff zum Hammer. Die NRW-Wirtschaftsministerin zeigte gestern bei der Grundsteinlegung für das neue Zentrum für Produktionstechnologie (ZfP) auf Phoenix West, dass sie nicht allein Gesetzesvorlagen und Aktenordner souverän bewegen kann, sondern auch Handwerker-Zubehör.

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Und zwar derart leichthändig, dass Beobachter der Szene flachsend in der Ministerin eine bisher unentdeckte Schwarzarbeiterin enttarnt zu haben glaubten - die Stimmung war prächtig auf dem 200 Hektar großen ehemaligen Hochofengelände.

Der Verdacht der Schwarzarbeit ließ sich mühelos zerstreuen, denn die Schattenwirtschaftler bekommen Geld, Thoben hingegen hatte zuvor gezahlt: Neun Millionen Euro investieren das Land und die EU in das neue Kompetenzzentrum. Rund fünf Mio. Euro steuert die Stadt bei, die auch das Grundstück spendiert.

Im ZfP, das voraussichtlich im Sommer 2008 eröffnet wird, entwickeln Firmen Verfahren und Technologien für die Produktion. OB Gerhard Langemeyer sprach von einem "Meilenstein in der Entwicklung von Phoenix West", IHK-Präsident Udo Dolezych von einem "Sahnehäubchen", das diese schon mit MST-Factory oder den Zentren für Bio-Medizin und Bio-Security "bestehende innovative Entwicklungslandschaft" erhalte.

Das ZfP sei ein weiterer Schritt zur Stärkung der industriellen Basis. Wie wichtig die Säule produzierendes Gewerbe ist, machte Dolezych an der Beschäftigtenzahl fest. So seien heute in den Branchen Maschinenbau, Elektroindustrie und Chemie rund 88 000 Mitarbeiter im Kammerbezirk beschäftigt.

Laut TZDO-Geschäftsführer Guido Baranowski sind bereits 70 Prozent der Fläche vermietet. Das Interesse am Zentrum für Produktionstechnologie sei groß. Deshalb ist er auch optimistisch, "dass das Haus bald voll ist" - spätestens Ende des Jahres.

Mit dem Schweizer Batterie-Spezialisten iQ Power zogen Dortmunds Wirtschaftsförderer einen besonders dicken Fisch ans Land. Das börsennotierte Unternehmen wird in einer Fabrik jährlich 500 000 "der intelligentesten und besten Autobatterien" herstellen. Dafür nimmt iQ Power zwischen 15 und 20 Millionen Euro in die Hand. Früheren Angaben zufolge sollen dort zunächst rund 80 Arbeitsplätze entstehen. ar

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