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Schlechte Stimmung am Bau

Aufatmen bei den Bauverbänden Westfalen in Dortmund: Nach langem Ringen ist der Tarifabschluss im deutschen Baugewerbe endlich unter Dach und Fach.

"Damit ist eine der schwierigsten Tarifrunden der Bauwirtschaft in der Nachkriegszeit, die in der Außendarstellung mehrfach zu Irritationen geführt hat, beendet worden", sagt Hauptgeschäftsführer Hermann Schulte-Hiltrop (Foto). Die bundesweit knapp 700 000 Beschäftigten am Bau erhalten nun eine dreistufige Einkommenserhöhung von 3,1 Prozent plus Einmalzahlungen.

Gleichwohl will Schulte-Hiltrop nicht in den Chor der allgemeinen Euphorie über das Anziehen der Baukonjunktur einstimmen. Die Juni-Zahlen des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NRW würden eine andere Sprache sprechen. Danach hat der Aufschwung im Baugewerbe deutlich an Kraft verloren. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Betriebe um 5,5 Prozent niedrigere Auftragseingänge.

Vor allem der heimische Wohnungsbau drückt die Bauwirtschaft nach unten. Die Nachfrageschwäche in diesem Bereich bereite dem mittelständisch geprägten Baugewerbe, das immerhin knapp 75 Prozent der Arbeitnehmer beschäftige, mittlerweile große Bauchschmerzen. "Der Wohnungsbau befindet sich auf rasanter Talfahrt", will Schulte-Hiltrop nichts beschönigen. "Die Effekte der Sonderkonjunktur, die im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit dem Auslaufen der Eigenheimzulage und der Mehrwertsteuererhöhung entstanden waren, sind zwischenzeitlich verpufft." ar

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