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Alter Bus steht jetzt am Junkyard

Schrottbus von der Bornstraße hat ein neues Zuhause

DORTMUND Jahrelang rostete ein gammeliger Bus auf einem Autofriedhof an der Bornstraße vor sich hin. Im Laufe der Zeit wurde er zu einer Art Wahrzeichen der Nordstadt. Jetzt zog das eindrucksvolle Gefährt mit Hilfe zweier tonnenschwerer Kräne um. Am Junkyard soll der Schrottbus zu ganz neuen Ehren kommen.

Schrottbus von der Bornstraße hat ein neues Zuhause

Der Schrottbus steht jetzt am Junkyard an der Schlägelstraße. Foto: Dieter Menne

Niemand hätte gedacht, dass der abgewrackte Gelenkbus – ehemals im Dienst der Wuppertaler Stadtwerke unterwegs – einmal so begehrt sein würde. Seit Ewigkeiten stand der ausgediente Riese neben allerlei anderen Schrottvehikeln auf einem Brachgelände an der Bornstraße, dicht umgeben von Gewächsen und Müll.

Nachdem die Stadt begonnen hat, den unansehnlichen Seitenstreifen zu räumen, konkurrierten plötzlich zwei Bewerber um den alten Bus. Und das, obwohl der ganz eindeutig bessere Tage gesehen hat.

Bus-Fan war scharf auf die Front

Bruno Weizmann, Busfahrer bei DSW21, hatte sich regelrecht verliebt in das schrottige Stück. Er wollte es für seinen Garten aufarbeiten, als Blickfang und Windschutz. Allerdings war der Bus-Fan nur an den quittegelben vorderen 40 Zentimetern interessiert, die er mit der Flex abtrennen wollte.

Die Mitbewerber vom benachbarten Event-Veranstalter Junkyard hingegen boten an, das gesamte lange Elend zu übernehmen. Was für die Stadt natürlich wesentlich attraktiver war, haben sie doch so eine Sorge weniger. Und als direkter Anlieger kam der auf einem ehemaligen Schrottplatz eröffneten Location vielleicht auch ein gewisses Erstzugriffsrecht zu. 

Schwieriger Umzug

Allein der Name Junkyard, deutsch Schrottplatz, verspricht dem alten Bus eine angemessene Ruhestätte. Allerdings war es gar nicht so einfach, das Riesengefährt auf das Gelände umzusiedeln, wie das Jankyard-Team erzählt. 

Versuche, den Bus aus dem vermüllten und zugewucherten Standort zu ziehen, scheiterten. „Der Abschlepper musste danach selbst abgeschleppt werden.“ Schließlich hievten ihn Ende März zwei Kräne über die Backsteinmauer auf das Junkyard-Gelände.

Location mit Schrottplatz-Charme

„Der Bus ist so eine Art Nordstadt-Symbol, so lange, wie er dort gestanden hat“, sagt einer der Macher. Und er passe super auf den ehemaligen Schrottplatz an der Schlägelstraße mit seinem besonderen Charme. Alte Ölfässer, ein Autowrack und aus Autoreifen gebaute Möbel machen den Kultur- und Veranstaltungsort zu einer kultigen Location.  „Der Bus soll bemalt werden und bietet innen eine tolle Ausstellungsfläche“, schildern die Junkyard-Organisatoren ihren Plan. Dafür müsse er noch deutlich aufgehübscht werden; entkernt und desinfiziert haben ihn die Jungs noch vor dem Umzug. 

In ein paar Monaten soll dann die erste Fotoausstellung in dem alten Linienbus gezeigt werden. Bis dahin wird auch DSW21-Fahrer Bruno Weizmann wohl ein neues Lieblingsstück im eigenen Garten bewundern können. Sein aktuelles Projekt ist ein alter Reisebus aus Schwerte, der zurzeit noch als Materiallager genutzt wird. Die Zusagen für das Abtrennen der Front hat er bereits, sagt der Busfan. „Das wird genial.“ 

Autofriedhof an der Bornstraße

Ein alter Schrottbus soll zum Schmuckstück werden

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