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Sehen ist ein Kinderspiel

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Kleines Einmaleins der Kunst: Was kommt raus, wenn fünf Künstler neun Werke zeigen?

Es kommt wie immer auf den Standpunkt an - bei der Ausstellung im Künstlerhaus am Sunderweg 1 muss jeder Besucher für sich selbst nachschauen. Kleinster gemeinsamer Nenner ist: Jedenfalls mehr, als man gucken kann.

In seinem "Kinderzimmer" hat Ushijima Koutarou Szenen aus einem Traum in die Wirklichkeit geholt, als gestickte Zeilen auf den Teppichen. Dafür hat er die Stühle aus der Welt entfernt, nur ihre Hüllen aus Klebestreifen bleiben schwebend in Erinnerung.

Überall lohnt sich das Hinsehen. Fast zu gut versteckt ist "Towards the light" von Takamitsu Ohta. Die winzige Lampe erstrahlt im Morgengrauen, dämmert abends und erlischt beim Sonnenuntergang.

"Station Drei" von Niklas Lichti ist groß wie eine Wand, sieht aus wie eine Wand - und ist auch eine Wand. Sogar eine tragende: Drei Glasvitrinen stecken schräg mittendrin. Die Glaswürfel öffnen einen Spalt in den leeren Raum dahinter - blickt man hindurch, sieht man nichts und doch viel: Die Beine der Vitrinen hinter der Wand und sich selbst, im spiegelnden Glas, als Voyeur des Unsichtbaren.

Die meisten der gezeigten Werke sind reduziert auf das absolut Wesentliche, der erste Blick sieht oft nur wenig. Doch schon dem zweiten öffnet sich Ungeahntes, Unbekanntes, nie Gedachtes, gar Geträumtes.

Oder eine neue Erfahrung: Lichtis "Station Eins" ist ein Sockel. Wer ihn besteigt, blickt durch die Augen des Kunstwerks. tag

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