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Polizei zieht Raser auf dem Wall aus dem Verkehr

Sieben Autos und sieben Führerscheine einkassiert

Dortmund Der Dortmunder Wall wurde auch am Wochenende wieder für illegale Autorennen missbraucht. Für sieben Möchtegern-Rennfahrer hatte das drastische Folgen. Die Polizei zog nicht nur ihre Führerscheine ein, sondern auch ihre Autos.

Sieben Autos und sieben Führerscheine einkassiert

Die Polizei war bei ihrem Kampf gegen Wallraser am Wochenende erfolgreich. Foto: Oliver Schaper (A)

Insgesamt, so berichtete die Polizei am Montag, habe man drei Autorennen stoppen können. Hier der Überblick:

Rennen Nummer eins

In der Nacht zu Sonntag gegen 1.35 Uhr wurde eine Streifenwagenbesatzung an der Ecke Schwanenwall/ Brüderweg auf zwei BMW aufmerksam, die die Kreuzung in Fahrtrichtung Geschwister-Scholl-Straße mit sehr hoher Geschwindigkeit überquerten. Im Kreuzungsbereich fuhren sie dabei leicht versetzt hintereinander, im anschließenden Kurvenbereich nebeneinander – beide mittig von jeweils zwei Fahrstreifen.

Um den beiden BMW zu folgen, mussten die Polizeibeamten ihr Fahrzeug zwischenzeitlich auch auf Tempo 100 beschleunigen. Trotzdem vergrößerte sich der Abstand zu dem Renn-Duo. Natürlich nutzen diese beiden unbekannten Fahrer beim mehrfachen Fahrstreifenwechsel auch keine Blinker. An der roten Ampel Burgwall / Auf dem Berge hielten die beiden BMW im Rückstau an. Die Polizisten kontrollierten beide Fahrer. Es handelt sich um einen 19-jährigen Lüner mit einem 22-jährigen Beifahrer aus Kamen sowie einen 23-jährigen Dortmunder mit einem 19-jährigen Beifahrer aus Lünen.

Beide Fahrer gaben an, dass sie ganz normal gefahren seien. Neben Pöbeleien zeigten sich die beiden mit der Kontrolle und den polizeilichen Maßnahmen nicht einverstanden. Wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens wird nun auch hier ermittelt. Die Autos und die Führerscheine wurden nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt.

Rennen Nummer zwei

Ebenfalls in der Nacht zu Sonntag wurde gegen 3.30 Uhr eine Zivilstreife auf dem Ostwall in Höhe der Ruhrallee, auf zwei VW (Scirocco und Golf) aufmerksam. Beide Autos näherten sich rasant von hinten dem Zivilfahrzeug, das in Richtung Schwanenwall unterwegs war. Auch hier: mehrere Fahrstreifenwechsel, natürlich ohne Blinker und Rücksicht auf Unbeteiligte.

Hier mussten die Beamten auf Tempo 130 beschleunigen, um an den Verdächtigen dranzubleiben. An der Kreuzung Schwanenwall / Brüderweg hielten beide an einer roten Ampel an. Das Zivilfahrzeug hielt auf dem mittleren Fahrstreifen zwischen den beiden. Die Polizeibeamten gaben sich zu erkennen und forderten uniformierte Unterstützung an. Beide Fahrer (21- und 23-jährige Dortmunder) bestritten, ein Rennen gefahren zu sein. Auch hier wurden die Autos und die Führerscheine beschlagnahmt.

Rennen Nummer drei


Am späten Sonntagabend gegen 23.16 Uhr wurde eine Polizeistreife auf dem Hiltropwall in Höhe der Hövelstraße auf einen BMW und einen Audi aufmerksam. Bei Umschalten der Ampel auf Grün stellten die Polizisten lautes Reifenquietschen und eine starke Beschleunigung der beiden Autos fest – geradezu eine Einladung an die Polizei, den beiden zu folgen.

Das allerdings gestaltete sich gar nicht so einfach, da die Fahrzeuge mehrfach die Fahrstreifen wechselten, unbeteiligte andere Fahrzeugführer in deren Autos schnitten oder sehr nah an sie heranfuhren. Den Streifenwagen mussten die Beamten am Südwall auf Tempo 130 beschleunigen, um an den beiden Verdächtigen dranzubleiben.

Am Schwanenwall beendeten die Polizisten das Rennen. Der 18-jährige Dortmunder aus dem BMW zeigte sich mehr als uneinsichtig, pöbelte gegen die Beamten und widersetzte sich den polizeilichen Anordnungen mehrfach. Der 19-jährige Dortmunder aus dem Audi verhielt sich ruhiger, zeigte sich jedoch ebenfalls mit der Kontrolle und den Maßnahmen der Polizei nicht einverstanden. Trotzdem wurden auch hier Autos und Führerscheine beschlagnahmt.

Die Bilanz

Und dann war da ja noch die Raserin vom Freitag. Ihr Auto und ihr Führerschein in die Wochenendbilanz miteingerechnet, ergibt dann das Ergebnis von sieben Autos, sieben Führerscheinen weniger und sieben Fußgängern mehr auf Dortmunds Straßen.

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