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So löchrig wie ein Schweizer Käse

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Hörde Roland Neumann Die Jalousien des Bürgersaals versperrten den Bezirksvertretern den Blick auf den Hörder Stadtgarten, in dem ein Bauzaun den Zugang zum Spielplatz verhindert. Der Grund: Bergschäden (wir berichteten). Wirklich erweitern konnte (Foto) von der Bezirksregierung in Arnsberg die Sichtweise der zu den aktuell diskutierten Brennpunkten "Stadtgarten" und "Hörder Bahnhof" auch nicht: "Wir können dazu nicht viel sagen, da wir nur zu konkreten oder gegenwärtigen Gefahren Stellung beziehen."

30 Meter in die Tiefe

Mit anderen Worten: Hörde ist unter der Oberfläche in bis zu 30 Metern Tiefe so löchrig wie ein Schweizer Käse (was eine Karte anschaulich belegte), aber am uns allen unter den Nägeln brennenden Hörder Bahnhof kann das Bergschäden-Dezernat der Bezirksregierung keine konkrete und schon gar keine gegenwärtige Gefahr erkennen. Grundsätzlich sind Tagesbrüche im Stadtbezirk jedoch nicht auszuschließen: "Kleine Senken in der Wiese oder im Pflaster" seien die ersten Anzeichen, so der Diplom-Ingenieur.

Konrad-Wilhelm-Stollen

Bezirksvertreter Klaus Tillmann sorgte sich als Anwohner der Weingartenstraße sogleich um den bevorstehenden Kanalausbau vor seiner Haustür, denn im Untergrund verläuft der Konrad-Wilhelm-Stollen teilweise nur zwei Meter vom neuen Kanal entfernt.

Peter Hogrebe von der Bergverwaltung in Recklinghausen gab Entwarnung: der Stollen sei mit in Hörde nah an der Oberfläche fließendem Grundwasser verfüllt. 12 000 solcher Hohlräume seien in NRW vorhanden, für die Bergverwaltung also nichts Besonderes. Interessant hingegen Hogrebes Rückfrage: "Wer hat eigentlich entschieden, dass auf diesen Stollen gebaut werden darf?". ban

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