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Spürhunde fanden Waffe und Drogen

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Die Polizisten der Drogenfahndung staunten nicht schlecht, als sie Mitte März eine Wohnung in der Rheinischen Straße durchsuchten. Bei genauerem Hinsehen entdeckten ihre Spürhunde in dem einen Zimmer nämlich nicht nur Haschisch, sondern auch Bargeld in verdächtiger Stückelung und einen Metallkoffer. Inhalt: ein Revolver und jede Menge Munition.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft gegen den 48-jährigen Angeklagten, dessen Wohnung bei einer gezielten Polizeiaktion durchsucht worden war, hatte es daher gestern in sich: Drogenhandel mit Waffen - Mindeststrafe fünf Jahre Gefängnis.

Am Ende der rund vierstündigen Gerichtsverhandlung kam der Angeklagte jedoch noch einmal mit einem blauen Auge davon. 18 Monate Haft auf Bewährung lautete das Urteil, das die 36. Strafkammer des Landgerichts gegen ihn verhängte - wegen unerlaubten Handels und Besitzes von Haschisch und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Der Angeklagte hatte den Richtern zuvor im Prozess eine Version aufgetischt, "die sich schlichtweg nicht widerlegen ließ" (O-Ton Richter Helmut Hackmann): Er behauptete, dass er Rauschgift schon seit Jahren und einzig und allein gegen seine Schlafstörungen verwende. Er habe nämlich vor Jahren einen Schädelbasisbruch erlitten und seitdem aufhören müssen, zu arbeiten. Und der Metallkoffer mit der Waffe? Den habe er als Pfand von einem Bekannten erhalten, dem er zwei Mal 200 geliehen habe. Weil sich im Prozess sämtliche mutmaßlichen Kunden des 48-Jährigen auf ihr Aussageverweigerungsrecht beriefen, lautete das Urteil letztlich: "Im Zweifel für den Angeklagten." wvb

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