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Taxifahrer gegen Rauchverbot

DORTMUND Ab dem 1. September herrscht in Taxen ein absolutes Rauchverbot - sehr zum Ärger der Fahrer. Die befürchten zusätzlichen Stress mit den Fahrgästen, wie Murphy Pohl von der Dortmunder Taxi-Genossenschaft im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten erklärt.

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Taxifahrer gegen Rauchverbot

Ab 1. September ist die Markierung überflüssig: Alle Taxen werden im Zuge des Gesetzes zum Nichtraucherschutz qualmfrei.

Werden sich ab 1. 9. alle Taxifahrer das Rauchen abgewöhnen müssen? Pohl: Das sicher nicht, schließlich dürfen sie nach wie vor ihre Pausen nehmen. Aber es ist schon so, dass im Taxi absolut nicht mehr geraucht werden darf - auch außerhalb der Dienstzeiten nicht.

Das heißt, Raucher fahren in Zukunft seltener Taxi?Pohl: Das ist schwer einzuschätzen. Aber Sorge vor finanziellen Einbußen habe ich eigentlich nicht, zumal die Fahrten in Dortmund ja selten länger als zehn Minuten dauern. Ich befürchte eher, dass es für die Fahrer in Zukunft mehr Stress geben wird - vor allem nachts.

Wieso Stress?Pohl: Ab dem 1.9. muss der Fahrer einem rauchenden Kunden die Mitfahrt verweigern. So will es das Gesetz, wohl gemerkt, nicht der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband.

Können Sich Fahrer und Gast nicht einigen?Pohl: Bisher ging das so. Der Kunde bestellte sich ein Raucher- oder Nichtraucherfahrzeug, oder suchte sich ein solches am Taxi-Stand aus. Das funktionierte wunderbar, keine beschwerte sich.

Gab es nie Streit zwischen Fahrer und Fahrgast?Pohl: Doch, natürlich. Wenn während der Nachtschicht die Disko-Besucher angetrunken eingestiegen sind, haben die sich selten um Rauchverbote in Nichtraucherfahrzeugen gekümmert. Das Problem ist nun, dass solche Streits auch tagsüber vorkommen können.

Vor allem dann, wenn sich engagierte Nichtraucher beschweren.Pohl: Ein Fahrzeug, in dem fünf Jahre geraucht wurde, stinkt auch nach dem 1. September weiter nach Zigarettenqualm. Unseren Fahrern drohen deswegen Bußgelder, angefangen bei 30 bis hin zu 1000 Euro. Das kann doch nicht Sinn der Sache sein. Das Gewerbe ist mit der neuen Regelung absolut nicht einverstanden.

Wie werden Sie reagieren?Pohl: Wir müssen die Regelung umsetzen, ob wir wollen oder nicht. Wegen unserer Fahrer wird es keine Probleme geben, es liegt also im Ermessen der Fahrgäste. Allerdings bin ich schon sehr gespannt, wie die Kontrollen umgesetzt werden sollen.

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