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"Therapie und Kunst"

Asseln Freundlich lächelnd begrüßt Simone K. die Gäste an der Tür. "Herzlich willkommen bei unserer Ausstellung." Sie drückt jedem die Hand.

Die Selbsthilfegruppe Pusteblume für depressive Mitmenschen zeigt zum einjährigen Bestehen ihre schönsten selbst hergestellten Kunstwerke im Asselner Marie-Juchacz-Haus. Sehr locker und freudig stehen die Künstler, die Teilnehmer der Gruppentherapie, im Raum und unterhalten sich. Der Besucher bekommt den Eindruck, als wäre dies eine normale Galerie. Doch hinter den Gesichtern verbergen sich viele traurige Geschichten.

Doris Ruhnau leidet seit langer Zeit unter Depressionen. Sie konnte in einer Zeit, in der sie dringend Hilfe gebraucht hätte, nicht stationär behandelt werden. "Ich habe mich sehr allein und verlassen gefühlt", berichtet sie. "Um endlich etwas zu ändern, habe ich diese Selbsthilfegruppe mitgegründet." Es gehe darum, anderen Menschen und auch sich selbst zu helfen. Die Gruppe trifft sich zweimal im Monat zu Gesprächskreisen, aber auch zu besonderen Aktivitäten: Malen, Kegeln, Kaffee trinken oder Ausflüge gehören zum Angebot. Für viele Teilnehmer ist der Malkursus nicht nur ein großes Hobby, sondern auch eine Möglichkeit geworden, ihren Alltag einmal hinter sich zu lassen.

"Diese Kreativität hat mir sehr geholfen abzuschalten", erzählt Doris Ruhnau. "Man kommt sich dadurch auch in der Gruppe näher und hat ein schönes Thema, worüber man reden kann." sobo

Die Ausstellung läuft bis 7. September im Marie-Juchacz-Haus, an der Flegelstraße 42. Kontakt zur Gruppe unter Tel. 28 51 43.

www.shg-pusteblume.de

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