Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mehr Ausgaben für Straßenbau im Jahr 2018

Tiefbauamt will Baustellen besser koordinieren

Dortmund Das Dortmunder Tiefbauamt will nach einer Durststrecke in diesem Jahr wieder mehr Geld in den Straßenbau investieren – und die Baustellen besser koordinieren. Doch es gibt immer noch einige Hürden, die den Elan bremsen.

Tiefbauamt will Baustellen besser koordinieren

Der Innenring des Ostwalls wird in diesem Sommer zur Baustelle. Foto: Dieter Menne

Ins Stocken geraten ist die groß angekündigte Offensive beim Straßenbau im vergangenen Jahr. „Geld ist genug da, aber es fehlt an Umsetzungskapazitäten“, beklagt Baudezernent Martin Lürwer. Das soll sich jetzt ändern: Von 17,5 neu bewilligten Stellen für das Tiefbauamt, sind inzwischen 12 besetzt.

Für 2018 kündigte Amtsleiterin Sylvia Uehlendahl einen „Riesenschritt“ bei der Umsetzung der Bau-Offensive an. Mehr als 40 größere Projekte sollen in diesem Jahr starten, 37,3 Millionen Euro für Straßenbau und Straßenunterhaltung ausgegeben werden – 11,2 Millionen Euro mehr als 2017.

Dabei gilt das Versprechen, die Baumaßnahmen besser zu koordinieren und auch mit anderen Bauträgern wie den Stadtwerken (DSW21) oder der DEW-Tochter Donetz besser abzustimmen. Im Mai soll der Rat dazu Stellen für zwei weitere neue Mitarbeiter im Tiefbauamt bewilligen, die diese Aufgabe übernehmen sollen.

So soll künftig verhindert werden, dass eine Straße erst für Leitungsverlegungen von Donetz zur Baustelle wird und einige Monate später erneut die Bagger anrollen, um die Straßendecken zu erneuern – wie zuletzt an der Hagener Straße.

Auftreten als „Baupartner“

Nach der Donetz-Baustelle im vergangenen Jahr will das Tiefbauamt nun von August 2018 bis Oktober 2019 die Fahrbahndecke erneuern. Künftig soll das möglichst in einem Zug erledigt werden. „Wir wollen künftig als Baupartner auftreten – von der gemeinsamen Planung bis zur Bauabwicklung“, kündigt Sylvia Uehlendahl an.

Die erste Großbaustelle, an der das erprobt werden soll, ist der Asselner und Brackeler Hellweg, wo die Stadtbahnstrecke zwischen In den Börten und Asselner Straße zweigleisig ausgebaut und die Straße umgestaltet werden soll. Auch Stadtentwässerung, DEW, Donetz und Dokom sind mit eingespannt. Im November soll die Baumaßnahme beginnen, die gut zwei Jahre dauern wird.

Neue Großbaustellen 2018

Weitere größere Baumaßnahmen, die in diesem Jahr starten, sind:

  • der Innenring des Ostwalls, in dem der Abwasserkanal und die Fahrbahndecke erneuert werden. Außerdem wird der Mittelstreifen neu gestaltet, der dann neu bepflanzt werden soll. Autofahrer müssen sich hier ab Juni in beiden Fahrtrichtungen für gut ein Jahr auf Behinderungen einstellen, weil teilweise die Fahrspuren auf die Gegenfahrbahn verlegt werden müssen,
  • die Fahrbahnerneuerung auf der Märkischen Straße – von August bis November dieses Jahres zunächst südlich der B1, von Mai bis September 2019 dann nördlich der B1 bis zum Wallring,
  • die Fahrbahnerneuerung in der Ruhrallee zwischen B1 und Landgrafenstraße im August und September dieses Jahres.

Insgesamt hat sich das Tiefbauamt für die Jahre 2018 bis 2021 Investitionen von 416,7 Millionen Euro vorgenommen. 282,6 Millionen Euro davon fließen in den Straßenbau mit 144 Projekten. Dazu kommen 22 Projekte, die mit 16,6 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm zur kommunalen Investitionsförderung finanziert werden.

Engpass bei Baufirmen

Ursprünglich sollten die Bundesmittel bis Ende 2018 verbaut werden. Jetzt hat der Bund die Frist bis 2021 verlängert. Denn Dortmund ist nicht die einzige Stadt, die Mühe hat, das Geld umzusetzen. Nicht nur das eigene Personal dafür ist knapp, auch die Baufirmen sind mehr als ausgelastet. Auf einige Ausschreibungen bekommen wir überhaupt keine Angebote, beklagt Sylvia Uehlendahl.

Und auch drei der 17,5 neuen Stellen für das Amt müssen neu ausgeschrieben werden, weil es nicht genug geeignete Bewerber gab.

Im Jahr 2017 hat das Tiefbauamt 254 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 233,4 Millionen Euro bearbeitet.

Investiert wurden 2017 22,1 Millionen Euro, davon 13,3 in den Straßenbau, dazu kamen 6,6 Millionen für die laufende Straßenunterhaltung und 2,3 Millionen für Maßnahmen der Bezirksvertretungen.

DORTMUND Bauen hat Konjunktur in Dortmund. Das zeigen viele Baukräne in der Stadt. Doch wie sieht es auf den größten und wichtigsten Baustellen Dortmunds aus? Wir haben zum Start ins neue Jahr nachgeschaut - unter anderem bei der Bundesbank, den Westfalenhallen und am Hauptbahnhof.mehr...

Anzeige
Anzeige