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Trage im XXXL-Format

Feuerwehr schafft Rettungswagen für fettleibige Patienten an

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«Immer häufiger müssen wir adipöse Menschen befördern», sagt Volker Schulz (47), Leiter des Rettungsdienstes. Neben Notfällen übernimmt die Feuerwehr auch den regelmäßigen Transport zur Dialyse - rund einmal am Tag haben es die Helfer inzwischen mit besonders dicken Patienten zu tun. «Dabei geht es nicht nur um das Gewicht, sondern um das Volumen - ein 150 Kilo schwerer Mann, der nur 1,60 Meter groß ist, stellt für den normalen Rettungsdienst auch ein Problem dar.» Das Fahrzeug ist wie ein Rettungswagen ausgestattet - mit der entsprechenden Notfall-Ausrüstung. Im Innenraum findet eine XXXL-Trage Platz, die einer Belastung von bis zu 370 Kilogramm standhält. Der Wagen verfügt über eine ausklappbare Rampe und eine Seilwinde, die die Liege motorbetrieben hereinziehen kann. Die Kosten für das Spezialfahrzeug: Rund 70 000 Euro. Bei einem medizinischen Notfall fährt zunächst aber weiterhin ein «normaler» Rettungswagen und ein Notarzt los - erweist sich der Patient als zu dick, wird der «ATW» nachgeschickt. «Zudem fährt dann in der Regel ein Löschfahrzeug mit sechs Kollegen mit, um beim Tragen zu helfen», so Schulz. Bei extrem fettleibigen Kranken muss manchmal auch der Gelenkmast ausrücken - mit dessen Hilfe retteten die Feuerwehrleute im März eine 300-Kilo-Frau aus ihrer Dachgeschoss-Wohnung. Ein Transport durch das Treppenhaus war nicht mehr möglich. Bislang übernahm das private Krankentransportunternehmen K&G aus Marten die «Schwertransporte», dort stehen schon drei Sonderfahrzeuge. «Sie sind täglich in Dortmund und den umliegenden Städten im Einsatz», berichtet Geschäftsführer Jörg Goldammer. weg

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