Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

"Trio Image" pflegt Schönschrift

Anzeige

Das "Trio Image" hat die Sommermatineen-Serie im Sonnenenergie-Forum des Westfalenparks beendet. Die 14. Auflage der Reihe war noch erfolgreicher als ihre Vorgängerinnen. Das Kulturbüro hat damit einen Überschuss erwirtschaftet, der den Fortbestand der Reihe sichern könnte.

Dass das "Trio Image" wie sein Name verheißt, Bilder im Kopf entstehen lässt, hätte man sich gewünscht - in erster Linie war es jedoch ein Bild, das alle drei Werke des klassisch-romantischen Programms prägte: das des schönen, kultivierten, fast makellosen Klangs. Mozarts B-Dur-Trio KV 502 gefiel noch durch den zarten, reinen Ton. Samtig und nobel spielten die Bulgaren Gergana Gergova (Violine) und Pavlin Nachev (Klavier) mit der koreanischen Cellistin Saerum Park.

Mehr Mut, etwas aus sich herauszugehen, hätte man den drei Absolventen der Essener Folkwang-Hochschule nicht nur in diesem Werk gewünscht. Auch Beethovens "Geistertrio" hört man selten so sorgsam und schön im Ton ausmusiziert. Etwas mehr Dramatik blitzte hier im ersten Satz in dem wesentlich kraftvolleren und zupackenderem Spiel schon auf; Spannung und viele Klangfarben hatte der zweite Satz, aber der letzte Funke Dramatik fehlte dem unaufgeregten und unaufregendem Spiel.

Vor allem das Brahms-Trio op. 87 hätte mehr Kontraste vertragen können. Jedes Forte war gut platziert im Spiel der drei Essener, klang aber mehr einstudiert, als mit Herz durchlebt. Dabei hatte die Interpretation zu Beginn, im ersten Satz, noch schöne Ansätze. Doch die Musiker ließen Konsequenz und eine zwingendere Gestaltung vermissen. Aber wer Mozart, Beethoven und Brahms in musikalischer Schönschrift hören möchte, dem hat das "Trio Image" viel Freude gemacht. JG

Anzeige
Anzeige