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Uhren im Internet versteigert

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Die Aktionen liefen über Jahre hinweg - davon war das Gericht am Ende überzeugt. Zwei Angestellte eines Uhren-Verkaufsstands in einem Dortmunder Kaufhaus hatten laut Gericht dem Dritten im Bunde teure Luxusuhren zugeschustert. Der habe diese gewinnbringend bei eBay weiterverkauft. Deshalb müssen zwei der drei Angeklagten jetzt für zweieinhalb Jahre und die dritte Angeklagte für drei Jahre in Haft.

Von rund 200 Uhren im Wert von jeweils rund 500 Euro war schlussendlich die Rede. Die beiden männlichen Angeklagten zeigten sich gestern geständig. Sie hätten das Geld gut gebrauchen können. Der eine für sein Häuschen. Der andere gab zu: "Das habe ich verspielt. Das habe ich verwettet." Ihr Muster: Die Frau (64) und ihr Arbeitskollege (39) hätten ihrem Bekannten (38) Armbanduhren aus dem Warenbestand zugeschustert. Entweder im Treppenhaus oder über die Theke - falsch eingebongt, um die Aktion als offizielles Geschäft zu tarnen. Dazu habe es eine Garantiekarte gegeben. Uhren und Garantiekarte habe der Komplize dann im Internet angeboten. So die zusammengefasste Version der beiden Männer.

Die Frau im Bunde bestritt bis zum Schluss ihre Beteiligung. Sie habe nichts von dem Diebstahl und dem Weiterverkauf gewusst. Ihre Verteidigerin forderte deshalb auch Freispruch für die 64-Jährige.

Das kam für das Gericht nicht in Frage. Die Angeklagte erhielt mit drei Jahren sogar eine höhere Strafe als die beiden Mitangeklagten. Sie und ihr Arbeitskollege sollen von ihrem Kollegen jeweils rund 15 000 Euro kassiert haben. Dafür landeten auf dessen Konto offenbar rund 30 000 Euro durch die Internetversteigerungen. Insgesamt entstand der bestohlenen Firma ein Gesamtschaden von rund 98 000 Euro. tina

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