Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Umweltzone: Insel-Lösung ist "Stückwerk"

Anzeige

Umweltzone: Insel-Lösung ist "Stückwerk"

Der RVR fordert eine einheitliche Umweltzone im Ruhrgebiet.

Kritik von allen Seiten erntet Regierungspräsident Helmut Diegel für die mit der Stadtspitze am Montag abgestimmten Pläne für eine Umweltzone.

Sie soll (wie berichtet) von der B 236 bis Westrich, von Ellinghausen bis zur B 1 plus Hörde reichen, nicht aber wie von der Stadt ursprünglich gewünscht über die Stadtgrenze mit Bochum hinausgehen. Dass dabei u.a. Indu-Park und Ruhrpark ausgeklammert werden, sorgt vor allem beim City-Handel für Unmut. "Eine klare Wettbewerbsverzerrung", schimpft die City Ring-Vorsitzende Monika Block. "Die Erreichbarkeit der City ist wichtig für das Leben in der Innenstadt", stellte sie fest.

Bürokratie-Monster

Auch die SPD-Ratsfraktion sieht in der Ungleichbehandlung der City und der Einkaufszentren auf der grünen Wiese "eine massive Schädigung des Einzelhandels". "Die Umweltzone ist ein bürokratisches Monster", lautet das generelle Urteil von SPD-Fraktionschef Ernst Prüsse. Die jetzt geplante Regelung sei schon für die Dortmunder Autofahrer kaum nachvollziehbar, geschweige denn für Besucher der Stadt.

Prüsse stellt bei seiner Kritik überraschenderweise zugleich den generellen Sinn von Fahrverbotszonen für besonders umweltbelastende Autos in Frage. "Wenn wir die durch den Autoverkehr bedingten Feinstaubbelastung in den Griff bekommen wollen, müssen wir an der Quelle, also an den Fahrzeugen, ansetzen und nicht Flächen festlegen, in denen bestimmte Fahrzeuge nicht fahren dürfen", erklärt der SPD-Fraktionschef. Wobei allerdings auch Regierungspräsident Helmut Diegel an die Autoindustrie appelliert, durch die Produktion schadstoffärmerer Autos ihren Beitrag zur Luftverbesserung zu leisten.

Fauler Kompromiss

Die Grünen im Rat sehen die Insellösung für die Umweltzone als "faulen Kompromiss." Diegels rechtliche Bedenken gegen eine durchgehende Fahrverbotszone von Dortmund bis Bochum hält Ingrid Reuter für vorgeschoben - und ist sich dabei einig mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Diegels Argumente seien wenig glaubwürdig, wenn seine Kollegen in Düsseldorf und Münster, aber auch die Städte Köln, Hannover und Berlin, flächenhafte Lösungen realisierten, merkt BUND-Sprecher Thomas Quittek an. Die Umweltzonen-Pläne der Bezirksregierung seien "Stückwerk". Wie die Grünen hofft Quittek jetzt, dass das NRW-Umweltministerium die Pläne aus Arnsberg zurückweist. Oli

Anzeige
Anzeige