Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Umweltzone mit Ampelkarte

DORTMUND Ein paar rote Punkte und viele gelbe Flecken - das ist die Ampelkarte für Dortmund. Und die Basis für eine mögliche Umweltzone im Stadtgebiet.

Anzeige
Umweltzone mit Ampelkarte

Die Schadstoff-Plaketten könnten bald auch in Dortmund Pflicht sein - und das nicht nur in der Brackeler Straße.

Die Karte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) zeigt vor allem, dass die Brackeler Straße mit der Messstation nicht allein ist mit ihrem Feinstaub-Problem. B1, Ruhrallee, Rheinische Straße, Borsigstraße, Hamburger Straße – fast flächendeckend ziehen sich die kritischen Straßenzüge mit Feinstaub-Verdacht durch die Innenstadt. Nach der Ampelkarte müsste sich eine Umweltzone, in der nur schadstoffarme Autos fahren dürfen, mindestens vom Hafen bis südlich der B 1 erstrecken.

Hauptstraßennetz

Rot dargestellt sind die Straßenabschnitte, in denen nach Berechnungen eine Überschreitung der Feinstaubwerte an mehr als 35 Tagen bzw. ein Jahresmittelwert von mehr als 30 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft wahrscheinlich ist. Zwischen 29 und 30 Mikrogramm führen zu einer gelben Markierung. Auch diese Straßenzüge "sollten in jedem Fall bei der Luftreinhalteplanung und bei der Gebietsfestlegung von Umweltzonen berücksichtigt werden", erklären die LANUV-Experten. In Dortmund wäre damit fast das komplette Hauptstraßennetz der Innenstadt zwischen Hafen und B1 von Fahrverboten für Autos ohne Schadstoffplakette betroffen.

    Dabei zeichnet sich ab, dass es voraussichtlich ab Januar 2009 im Ruhrgebiet nicht eine, sondern mehrere Umweltzonen geben wird - allerdings großflächig. "Es ist klar, dass es nicht nur um einzelne Straßenzüge geht", stellte gestern ein Sprecher des Landesumweltministeriums klar. Ein deutlicher Hinweis vor allem an den Arnsberger Regierungspräsidenten Helmut Diegel, der bislang großflächige Zonen mit Fahrverboten abgelehnt hat. Während etwa in der Duisburger Umweltverwaltung unter Ägide der Düsseldorfer Bezirksregierung schon über die Einzelheiten des Umweltzonen-Netzes diskutiert wird, gibt man sich in Arnsberg aber weiter zurückhaltend. "Die Arbeitsgruppen sind noch bei der Arbeit", erklärte der Sprecher der Bezirksregierung Christoph Söbbeler gestern auf RN-Anfrage. Bis Ende des Jahres sollen dann die Vorschläge für einen regionalen Luftreinhalteplan vorgelegt werden, der von Dortmund bis Herne reicht.

  

Anzeige
Anzeige