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Vergewaltigung: Opfer war wehrlos

DORTMUND Am Ende hatten die Richter keine Zweifel: Der Mann, der auch im Berufungsprozess bis zuletzt seine Unschuld beteuerte, ist für sie ein brutaler Vergewaltiger. Die 48. Strafkammer verurteilte ihn am Montag zu dreieinhalb Jahren Haft.

Damit bestätigten die Berufungsrichter eine frühere Entscheidung des Amtsgerichts. Dort war der Angeklagte schon im März 2007 zu derselben Strafe verurteilt worden. Die Richter sind davon überzeugt, dass der Angeklagte im Juni 2006 eine völlig betrunkene und damit absolut wehrlose Frau vergewaltigt hat.

Täter und Opfer befanden sich im Schlafzimmer, während Freunde des Angeklagten im Nebenraum seiner Kirchlinder Wohnung  ein Spiel der Fußball-WM im Fernsehen anschauten. Ob der Angeklagte die Frau bewusst mit Alkohol abgefüllt hat, um sich später an ihr vergehen zu können, konnte im Prozess nicht festgestellt werden. Dass er die Situation ausgenutzt hat, aber schon.

Der Angeklagte selbst hatte dagegen immer beteuert, dass es keine Vergewaltigung gegeben hat. Seiner Meinung nach war alles einvernehmlich. Dass die Frau zusammengebrochen und besinnungslos geworden sei, stimme zwar. Das soll jedoch erst später passiert sein. Dieser Version sind die Richter der 48. Berufungskammer – wie zuvor auch schon die Amtsrichter – allerdings nicht gefolgt.

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