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Viele "Deilmänner" schafften Sprung in anderen Job

Ende September hatten es die 350 noch verbliebenen Mitarbeiter von Deilmann-Haniel schwarz auf weiß. Sie hielten ihre Kündigung zum Ende des Jahres in den Händen.

"Das war ein Schock. Da ist für manche eine Welt zusammengebrochen", weiß Betriebsrat Ralf Horster, der selbst auch das gefürchtete Schreiben erhielt. Und die Stimmung bei den Kollegen sei immer noch "niedergeschlagen". Auch wenn bereits seit rund zwei Jahren klar ist, dass der Bergbauzulieferer in einer ernsten Krise steckte, gab es doch immer Hoffnung. Hoffnung, dass kein Kumpel ins Bergfreie fällt, wie es die Politiker immer wieder vollmundig versprochen hatten.

Alles leeres Geschwätz? "Es laufen noch Gespräche. Wir hoffen immer noch, dass die Politiker zu ihrem Wort stehen", so der Betriebsrat.

In der ganzen traurigen Geschichte gibt es aber einige Lichtblicke. Über die Transfergesellschaften konnten bisher viele "Deilmänner" in andere Jobs vermittelt werden. Die erste Transfergesellschaft wurde zum 1. Oktober 2006 gegründet, 336 Mitarbeiter wechselten dorthin. Von denen konnten 76,2 Prozent in andere Arbeitsplätze vermittelt werden; über die Hälfte innerhalb des Bergbaus, die anderen außerhalb. "Einige wollten im Bergbau bleiben, um in die Anpassung zu kommen", weiß Renate Herzbeck, die bei der "bonner wirtschafts akademie" (bwa) Projektleiterin für die Transfergesellschaften bei Deilmann-Haniel ist. Am 30. Juni wurde eine zweite Transfergesellschaft gegründet, in die wiederum 180 Mitarbeiter wechselten, davon eine Handvoll aus der ersten. Von denen sind bis jetzt knapp 53 Prozent in andere Jobs vermittelt worden. Das sind hoffnungsfrohe Quoten. "Die Chancen sind für die Mitarbeiter ganz gut, das sind alles Leute, die arbeiten gewohnt sind", weiß Renate Herzbeck.

Ralf Horster hofft darauf, dass er es mit seinen 48 Jahren noch in die Anpassung schafft. Dafür müsste sich allerdings bis spätestens Ende des Jahres noch eine Lösung finden, wie er im Gespräch mit dem Ruhr Nachrichten berichtet. Das lesen Sie auf der Seite 5: Hoffen kiwi

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