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Vom Werden des kleinen "Wolferl" Mozart

Das "Wolferl" ist und bleibt beliebt, spricht Kinder wie Erwachsene gleichermaßen an. Erst recht, wenn der optische Eindruck zusammen mit dem akustischen so verquickt wird, wie bei dem extra noch einmal angesetzten Familienkonzert der Dortmunder Philharmoniker zu Ehren des kleinen Mozart am Sonntag im Konzerthaus.

Bernhard Modes stellte als Papa Leopold seinen Filius Wolfgang Amadeus zusammen mit seiner Tochter, dem Nannerl (die allerdings nicht zu Wort kam) vor - alle drei in Kostümen der Zeit.

Ob es den Vater freute, dass sein Sohn im zarten Kindesalter zwar schon filigran komponieren konnte, aber dafür im Ausspruch um so derber wurde, sich vom "Arsche weg" freute und sich über alle Schranken hinwegsetzend der Kaiserin Maria Theresia auf den Schoß sprang um diese dann auch noch zu küssen, bleibt in der Schwebe: Galt es doch seinen Sohn ins rechte Licht zu rücken - weite Reisen nicht ausgeschlossen - und auch finanziell von seinen Talenten zu profitieren.

Jan Nathan Michalski übernahm nicht nur schauspielerisch, sondern auch am Cembalo und Klavier die Rolle des aufmüpfigen Wunderkindes. Fingerfertig ließ er Mozarts allererste Komposition - ein Menuett in G-Dur - und den "Türkischen Marsch" erklingen. Ekhart Wycik leitete - ebenfalls im Stil des Rokoko gewandet - sehr schwungvoll die Dortmunder Philharmoniker: Die ließen Ausschnitte aus der "Kleinen Nachtmusik" und die Ouvertüre zur "Entführung aus dem Serail" erklingen. Bernhard Modes als "Papageno" und Sylvia Koke als "Königin der Nacht" begleiteten sie feinfühlig.

Lediglich ein Wermutstropfen blieb: Bernhard Modes verabschiedete sich als Moderator der Familienkonzerte. Aber es wird sicherlich faszinierend weitergehen, wenn Vera Fischer als bezaubernde Hexe Hillary seine Rolle übernimmt. EG

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