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Waldesruh an der Autobahn

Verkehrsminister Oliver Wittke kündigte neue Lärmschutzwand an / Bau 2008

Die schon von vielen Politikern enttäuschte «Pro Lärmschutz A 45»-Vorsitzende Elke Adomeit (Foto) war am Pfingstsonntag nach einer Stunde begeistert von dem CDU-Minister, der zwischen Schützenfest in Datteln und einer Pokalübergabe in Aplerbeck in die Bittermark gekommen war, um das zuzusagen, worum die Lärmschutz-Initiative schon seit sechs Jahren kämpft: «Lärmschutz, den man so auch nennen kann», wie es der CDU-Minister formulierte. Denn die zu kurze und zu niedrige Lärmschutzwand reicht seit mehr als drei Jahrzehnten nicht aus, den stetig steigenden Lärm von der dort sechsspurig ausgebauten Sauerlandlinie zu schlucken. «Bis 2020 soll der LKW-Verkehr noch mal um 30 Prozent steigen», drängelte Lärmschutz-Vorstand Udo Sablotny im Haus Waldesruh. Als ehemaliger Oberbürgermeister von Gelsenkirchen wusste Verkehrsminister Wittke genau, wie man besorgten Menschen begegnen muss: «Der kommt gut `rüber und ist bereits umfassend informiert angereist», sagte Elke Adomeit über den sicher auch 2008 willkommenen Gast: Denn sollte die Lärmschutzwand eines Tages tatsächlich stehen, feiert die Bittermark ein großes Lärmschutzfest. Ehrengast: Oliver Wittke. Parteiintern will CDU-Ratsmitglied Matthias Ulrich für den Informationsfluss zwischen dem Ministerium und den Bittermärkern sorgen. Denn nicht noch einmal soll die Bürgerinitiative enttäuscht werden. «Das war kein einfacher Pressetermin, es gab verbindliche Aussagen - und wir bleiben dran», so Ulrich nach der Weiterfahrt des Ministers zur Pokalübergabe beim «Kinder kicken für Kinder»-Turnier in Aplerbeck. Den überraschend schnellen Wandel in der Lärmschutzwand-Frage begründete Wittke mit der Größe des Problems: «Die ist sicher der krasseste Fall, den wir für ein neues Bundesprogramm für den Lärmschutz anmelden können.» Ironisch nahm Herbert Duda aus der Pleugerstraße die Zusage des CDU-Politikers auf: «Dann hören wir in der Bittermark endlich die Flugzeuge besser.» ban

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