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Stadt Dortmund baut prämiertes Netzwerk aus

Neue Anlaufstellen für Flüchtlinge geplant

Ein Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamtlichen unterstützt seit 2016 Flüchtlinge beim Ankommen in Dortmund. Das Projekt „Lokal willkommen“ ist so erfolgreich, dass es jetzt ein zweites Mal ausgeweitet werden soll.

Dortmund

von Gaby Kolle

, 04.06.2018
Stadt Dortmund baut prämiertes Netzwerk aus

Das Pilotprojekt „Lokal willkommen“ startete 2016 in Brackel und Aplerbeck. © Oliver Schaper

Das Dortmunder Integrationsnetzwerk „Lokal Willkommen“ soll ausgeweitet werden. Der Verwaltungsvorstand der Stadt hat sich dafür ausgesprochen, zwei weitere Standorte zu etablieren, nachdem die Pilotphase (2016) in Brackel und Aplerbeck sowie die erste Erweiterungsphase (2017) mit Standorten in Mengede/Huckarde und Hörde/Hombruch erfolgreich gewesen seien.

Vorausgesetzt die politischen Gremien stimmen zu, sollen demnächst in den Stadtbezirken Eving/Scharnhorst und Lütgendortmund je eine weitere Anlaufstelle für Flüchtlinge entstehen. Die Vorbereitungen sollen noch vor der Sommerpause beginnen.

Wege in die Institutionen ebnen

In der dezentralen Anlaufstelle werden Flüchtlinge mit Unterstützung Ehrenamtlicher beraten und es werden ihnen Wege in Institutionen, Vereine, aber auch zum Jobcenter sowie in Beruf und Qualifizierung geebnet. „Das ist eine Brücke ins bestehende System“, so Schneckenburger - und beispielhaft für andere Kommunen im Ruhrgebiet.

Die Stadt wurde dafür im vergangenen November von der Staatskanzlei NRW als „Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen“ ausgezeichnet, und sie gehört damit auch zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs „Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten“. Der Preis wird am 2. Juli in Berlin vergeben.

Rotes Kreuz und European Homecare

Die Umsetzung der neuen Standorte wird vor Ort mit den Bezirksvertretungen und den Runden Tischen in der Flüchtlingshilfe abgestimmt. Als Kooperationspartner für die Besetzung der Lokal-willkommen-Teams sind das Deutsche Rote Kreuz in Eving/Scharnhorst und European Homecare (Lütgendortmund) im Gespräch.

Dass sich der Aufwand lohnt, beweise auch die hohe Motivation bei vielen Zugezogenen, so der Verwaltungsvorstand. Sie wollten möglichst schnell Arbeit finden und an Bildungs-, Sport- und Kulturangeboten teilhaben.