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Autofahrer und Fahrgäste leiden unter Staus und Verspätungen

Verkehrschaos nach Rohrbruch in Lütgendortmund

Ein Rohrbruch am Lütgendortmunder Hellweg nervt Autofahrer, Fahrgäste der Dortmunder Stadtweke und Anwohner. Denn seit Dienstag ist damit die wichtigste Verkehrsader in den Ort unterbrochen. Die Folge: nervige Staus und Verspätungen. Und auch der örtliche Handel ist betroffen.

Lütgendortmund

von Holger Bergmann

, 01.06.2018
Autofahrer und Fahrgäste leiden unter Staus und Verspätungen

Die Bushaltestelle Germania (Hintergrund) wurde durch den Wasserrohrbruch abgeschnitten. © Holger Bergmann

Der Lütgendortmunder Hellweg, der in seinem Verlauf erst zur Borussia-Straße und dann zur Stockumer Straße wird, ist nicht umsonst an viele Streckenabschnitten vierspurig. Die Straße ist die wichtigste Ost-West-Verkehrsader südlich der A40.

Seit Dienstag ist sie nicht nur verengt, nein, sie ist verstopft, ein Wasserrohrbruch hat die Kreuzung Lütgendortmunder Hellweg/Kesselborn unpassierbar gemacht.

Doch das ist nicht alles: Weil die Fahrbahn stark unterspült worden ist, dauert es mindestens zwei Wochen, bis der Schaden repariert ist. Das hat Folgen für den Autoverkehr, den öffentlichen Nahverkehr und die Geschäftswelt rund um die betroffene Großhaltestelle Germania.

Somborner und Lütgendortmunder abgeschnitten

Somborner und Lütgendortmunder sind in Richtung Süden abgeschnitten. In den Indu-Park geht es nur noch über die A 40. Wer in die anderen westlichen Stadtteile will, muss kleinteilige Umwege auf sich nehmen, denn auch die naheliegende Route nach Marten ist nicht problemlos passierbar. So bekommt die Westermannstraße im Lütgenortmunder Ortskern zurzeit eine neue Fahrbahndecke.

Helmut Rauer wohnt in der Potthöferei: „Uns bleibt nur der Weg über die Martener Straße nach Marten. Von dort müssen wir zurück über die Steinhammer Straße nach Lütgendortmund. Das ist ein Riesen-Umweg.“ Den aber auch die anderen Verkehrsteilnehmer machen müssen. Es ist die ausgewiesene Umleitung. Dabei ist die Steinhammer Straße viel zu eng, um diesen Ansturm schlucken zu können.

Fahrgäste landen in einer Sackgasse

Wo immer es geht, suchen ortskundige Fahrer Abkürzungen. So soll die Idastraße als Kesselborn-Ersatz auf dem Weg zur Martener Straße dienen – so gibt es Stau in einer sonst so friedlichen Wohnstraße. Die Martener Straßen ächzen unter dem Umleitungs-Verkehr, an jeder Ampel Stau.

Die Buslinien 462, 463 und 470 wurden komplett gekappt. Umleitungen sind nicht möglich. Fahrgäste aus beiden Richtungen landen in einer Sackgasse. Ein Fahrgast, der mit dem 462 aus Marten kommt, beschreibt seine Situation: „Ich muss nach Barop, ich kann jetzt nur mit der S-Bahn zum Stadthaus fahren, dann Stadtgarten und dann in die U42 umsteigen.“ Ein Umweg von mindestens einer Stunde.

„Nicht mal ein Viertel der normalen Kundbesuche“

Ein Mitarbeiter der Shell-Tankstelle am Lütgendortmunder Hellweg deutet auf die einsamen Zapfsäulen. „Es ist wie abgeschnitten. Wir haben nicht mal ein Viertel der normalen Kundbesuche.“ Auch in dem Kiosk in der Haltestellenschleife Germania sitzt eine Mitarbeiterin ganz allein. „Sie sehen ja, es ist nichts los.“ Es gebe wesentlich weniger Fahrgäste seit dem Wasserrohrbruch, sagt sie. „Und die, die kommen, haben keine Zeit, noch mal in den Kiosk zu gehen“.

Für schlechte Stimmung sorgte in den ersten Tagen zudem eine Fehlinformation. Im Kiosk und im benachbarten Bistro hatte sich das Gerücht herumgesprochen, die Kreuzung sei bis Oktober gesperrt. Da klingt die Wahrheit, rund zwei Wochen Sperrung, zumindest ein wenig freundlicher.

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