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Rettungsdienst will mehr Tempo bei der Wiederbelebung

Erste Hilfe an Schulen

Erste Hilfe als verpflichtendes Angebot an Schulen - so steht es im Koalitionsvertrag der Landesregierung. Einen offiziellen Startschuss gibt es noch nicht. Der Dortmunder Rettungsdienst will nicht länger warten und hat losgelegt. An der Marie-Reinders-Realschule führte das zu einem Einsatz mit Notarzt und Rettungswagen.

Dortmund

von Peter Bandermann

, 03.06.2018
Rettungsdienst will mehr Tempo bei der Wiederbelebung

Sensible Sache: Ein Schüler und ein Mitarbeiter des Dortmunder Rettungsdienstes üben das Abnehmen eines Helmes - das ist lebenswichtig, um einen Verunglückten beatmen zu können. © Peter Bandermann

Die Deutschen sind Erste-Hilfe-Muffel: Die Laien-Reanimationsquote liegt in unserer fortschrittlichen Industrienation bei gerade einmal 30 Prozent. Skandinavische Länder haben einen großen Vorsprung: Dort liegt die Quote bei 70 Prozent. Das sind Zahlen, mit denen Notärzte argumentieren, um die Reanimation durch Laien zu verbessern und mehr Leben zu retten.

Erste Hilfe als Fach an Schulen

In Skandinavien sind Bürger also häufiger in der Lage, einen Menschen zu reanimieren, bevor Rettungsdienst und Notarzt eintreffen. Deutschland soll jetzt aufholen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat deshalb die Erste Hilfe als verpflichtendes Angebot in Schulen in den Koalitionsvertrag geschrieben. Dem Dortmunder Rettungsdienst geht aber alles viel zu langsam.

Der Ärztliche Leiter des Dortmunder Rettungsdienstes, Dr. Hans Lemke, will der Landesregierung und der Bezirksregierung ein Signal geben - und fuhr mit einem Rettungswagen, Ausbildungsmaterial und viel Wissen an die Marie-Reinders-Realschule.

  • Was der Arzt über den Unterschied über die Erste Hilfe in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern sagt
  • wie Schülerinnen und Schüler und zwei Lehrerinnen über Erste-Hilfe-Kurse an Schulen denken
  • und wie die Marie-Reinders-Realschule in Dortmund-Hörde das Angebot etablieren möchte ...

erklärt dieser Videofilm:

Dass Erste-Hilfe-Kurse nicht nur an Schulen sinnvoll sind, beschreibt diese Geschichte eines Dortmunder Ehepaares:

Jetzt lesen

Die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen ist Pflicht auch für Führerscheinbewerber. Ärzte und Rettungsdienste raten dazu, die Kenntnisse aufzufrischen. Kurse gibt es in Dortmund bei den Rettungsdienstorganisationen wie DRK, Malteser, Johanniter und Arbeiter-Samariter.