Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Sölder Seniorinnen fordern eine Bushaltestelle

Weite Wege zur nächsten Haltestelle gefährden Mobilität

Dortmund Eine Gruppe von Seniorinnen möchte eine Bushaltestelle an der Schlagbaumstraße in Sölde, weil sie mobil bleiben will und die nächste Halstestelle für sie zu weit entfernt ist. Die Realisierung ist aber gar nicht so einfach.

Weite Wege zur nächsten Haltestelle gefährden Mobilität

An der Schlagbaumstraße gäbe es theoretisch genügende Möglichkeiten, eine Bushaltestelle einzurichten. Foto: Jörg Bauerfeld

Immer auf eine Entscheidung „von oben“ warten, das ist nichts für die Damen, die sich im Wohnzimmer von Doris Studenik in Sölde getroffen haben. Sie wollen das Heft selbst in die Hand nehmen und in diesem Fall ist es die Einrichtung einer Bushaltestelle an der Schlagbaumstraße.

„Wir möchten einfach auf dem besten Weg von Sölde nach Aplerbeck kommen“, sagt Hildegard Schulz. Und das sei im Moment nicht möglich. Besonders, wenn man im Bereich der Schlagbaumstraße im Westen Söldes wohne. Bis zu einem Kilometer kann der Weg von hier bis zur nächsten Bushaltestelle betragen. Die ist nämlich in Höhe des Edeka an der Sölder Straße.

Der Nachtexpress hält, aber kein normaler Bus

„Das ist für uns einfach nicht machbar“, sagt Doris Studenik. Vor allem auch der Weg zum Friedhof an der Kortenstraße, den viele von den Damen im Alter zwischen 70 und 86 mehrmals in der Woche zurücklegen müssen, ist dadurch ziemlich lang und beschwerlich.

Denn neben dem Gang zur Haltestelle, falls der bewältigt werden kann, ist dann noch die lange Fahrt mit dem Bus über Aplerbeck. Verwundert zeigen sich die älteren Damen auch darüber, dass Sölde über die Schlagbaumstraße mit Aplerbeck mit einem Nachtexpress verbunden ist, ein normaler Bus aber hier nicht entlangfährt.

Weite Wege zur nächsten Haltestelle gefährden Mobilität

Die Seniorinnen wollen für ihre Bushaltestelle an der Schlagbaumstraße in „Reichweite“ kämpfen. Foto: Jörg Bauerfeld

„Wir müssen uns teilweise zusammentun und wer noch ein Auto hat, der fährt dann eben“, sagt Ilse Müller. Und sie gibt zu bedenken, dass die Häuser der Siedlung im Bereich der Fresienstraße und der Asternstraße in den 60er Jahren gebaut worden sind. „Und viele von denen, die damals hier eingezogen sind, leben noch und die sind jetzt einfach alt.“

Keine Fachärzte in Sölde

Ein Problem sei auch, dass es in Sölde keinen Facharzt gebe. Da muss man eben nach Aplerbeck und das sei sehr beschwerlich. Dazu kommt, dass sich in Sölde auch die Geldinstitute verabschiedet haben. Automaten gibt es zwar noch, aber keinen Service. „Man nimmt hier alles weg, sorgt aber nicht dafür, dass man auch mobil bleibt“, sagt Angela Paroth.

Es würde doch reichen, wenn so ein Bus über die Schlagbaumstraße einmal in der Stunde fährt. Es sei ansonsten doch ein erheblicher Kostenfaktor, falls man mit dem Taxi fahren müsse. Zwölf Euro eine Strecke – das läppert sich. Dazu komme ja noch der Zustand des Sölder Bahnhofes, der für ältere Menschen auch kaum begehbar sei. Denn zu den Gleisen führen lediglich steile Treppen.

Stadt sieht keinen Handlungsbedarf

Gespräche mit dem Seniorenbeirat, in denen man die Probleme geschildert hätte, hätten noch nichts ergeben. Doch ob eine Buslinie über die Schlagbaumstraße fahren wird, erscheint mehr als fraglich.

„Die Bedarfsanalyse der Stadt zum Nahverkehrsplan 2014 hat dort keinen akuten Handlungsbedarf festgestellt. Unsere Kundenresonanz hat in jüngster Vergangenheit auch keinerlei Häufung von Anfragen zu diesem Thema verzeichnet“, sagt Marc Wiegand, Unternehmenskommunikation der DSW21.

Grundsätzlich sei der Stadtteil Sölde trotz seiner abgelegenen Lage über mehrere Buslinien (431, 437, 438 und 490) sowie die Regionalbahn bereits relativ gut angebunden, so Wiegand.

Sölder wehren sich gegen Pläne für Unterführung

Warum Bürger beim Umbau in Sölde rot sehen

Sölde Selten hat ein Plan für so viel Ärger gesorgt, wie der Umbau der Unterführung an der Sölder Straße. Zwar scheint das Projekt unumstößlich, doch die Bürger geben nicht auf.mehr...

Aplerbeck Nicht jeder, der mit der Bahn fahren möchte, kann dies auch. Denn bestimmte Bahnsteige sind für Menschen, die schlecht zu Fuß sind oder einen Kinderwagen dabei haben, unerreichbar. Wir haben in Dortmund-Aplerbeck nachgeschaut.mehr...

Anzeige
Anzeige