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Wenig Förderung für "zartes Pflänzchen"

Wenig Förderung für "zartes Pflänzchen"

<p>Mitbegründer Martin Blüggel stellte Ulla Burchardt die Arbeit im hochtechnisierten Labor der Protagen AG vor. Riese</p>

"Wir müssen Veranlagungen für Krankheiten früh erkennen, damit wir ihren Beginn zehn bis 15 Jahre nach hinten verschieben können", sagt Dr. Thomas Scheffold, Geschäftsführer der Cardiac Research GmbH im BioMedizinZentrumDortmund, die sich mit molekular-genetische Diagnostik von Herz-Kreislauferkrankungen beschäftigt. Prävention sei das Stichwort, "jetzt laufen wir immer nur hinterher". So ließen sich Milliarden einsparen.

Das hört sich gut an, auch in den Ohren von Ulla Burchardt. Die Bundestagsabgeordnete, auch Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung, war gestern zu Gast im BioMedizinZentrum, um sich bei zwei Unternehmen, neben Cardiac Research war das die Protagen AG, zu informieren. Im Mittelpunkt standen dabei Fördermittel für kleine und mittelständische Unternehmen, von denen aus dem Haushalt des Bundesforschungsministeriums 2006 insgesamt fast 13 Mio. Euro nach Dortmund flossen, mehr als eine halbe Mio. davon gingen in den Bereich Lebenswissenschaften. Sinnvolle Investitionen, wie die SPD-Abgeordnete feststellte: "Wenn man mit einfacheren Methoden besser und schneller Krankheiten erkennen kann, so nützt das nicht nur den Menschen, sondern es spart auch Geld."

Die Unternehmen aber gaben Ulla Burchardt auch Kritik an der Förderpraxis mit auf den Weg. "Die Biomedizin ist in Dortmund noch ein zartes Pflänzchen, an dem die klassischen Fördermitteln vorbeigehen", sagte Scheffold. Das Ruhrgebiet brauche eine dynamische Förderpolitik - und Werbung. Burchardt: "Es muss eine stärkere Allianz zwischen kommunaler, regionaler und Bundespolitik geben, um die Metropole als Innovationsstandort bekannt zu machen." rie

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