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Wiederaufbau nach der Flut

Marten Rohe Wände, kein Strom, offene Decken: Noch sieht der Kindergarten der St. Laurentius-Gemeinde in Marten trist aus, doch das nur noch für kurze Zeit.

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Nach der Überflutung des Kindergartens im Juli 2006 (wir berichteten) ist die Sanierung der Räume so weit fortgeschritten, dass Friedhelm Guthoff vom Kirchenvorstand der St. Laurentius-Gemeinde, der die Arbeiten koordiniert, Licht am Ende des Tunnels sieht: "Wir hoffen, dass wir zum Ende des Jahres wieder hier einziehen können".

Denn nachdem die Regenfluten den Kindergarten unter Wasser gesetzt hatten, nutzte die Gemeinde die Gelegenheit, um nicht nur die unmittelbaren Hochwasserschäden zu beseitigen, sondern um auch den Bau aus den 50er Jahren auf den neuesten Stand zu bringen.

So wurde nicht nur der Heizkessel erneuert, sondern auch die alten Rippenradiatoren wurden durch moderne Heizkörper ersetzt. Die gesamte Elektrik, die noch aus zweiädrigen Leitungen bestand, wurde erneuert. Der nasse Putz wurde von den Wänden geschlagen und erneuert. Die Sanitäranlagen werden erneuert und erweitert und im Außenbereich wird die Abwasserkanalisation auf den neuesten Stand gebracht. "Das ist nötig, damit wir eine sinnvolle Regenrückschlagsicherung einbauen können", betont Friedhelm Guthoff.

Zudem wurden Wände eingezogen, für die Zukunft. "Wir wollen eventuell Kinder aufnehmen, die jünger als drei Jahre sind. Dafür muss ein Ruheraum eingerichtet werden", begründet Guthoff die Maßnahme. Damit steigen die Kosten für die Sanierung auf insgesamt 175 000 Euro, den Löwenanteil von 125 000 Euro trägt die Stadt Dortmund. Der Rest muss durch die Gemeinde und durch Spenden aufgebracht werden. Ein kleiner warmer Regen kam jetzt noch von der Volksbank Dortmund. Der Martener Filialleiter Martin Schickentanz übergab jetzt einen Scheck über 750 Euro, die beim Kinderfest des MaVoFe übrig geblieben waren. Davon soll ein Ball-Tobehaus angeschafft werden.

Der finanzielle Kraftakt war nötig, weil der Überflutungsschaden nicht versichert war. Das ist jetzt anders, versichert Guthoff. "Mit der neuen Versicherung wären wir abgesichert." Aber eigentlich hoffen alle, dass das Wasser nicht noch einmal eindringt. Irene Steiner

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