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«Wir lassen nichts unversucht»

Politik beriet über Brückstraßen-Szene

Die Brückstraße ist auf dem Weg der Besserung. Das war die Botschaft in der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste und öffentliche Ordnung, in der es nach Anfragen von FDP/Bürgerliste und CDU um die Probleme mit der Punkerszene und Alkohol-Exzessen in der unteren Brückstraße ging. Rechtsdezernent Wilhelm Steitz listete dabei noch einmal das ganze Instrumentarium auf, mit dem man der Probleme Herr werden will und das auf den bewährten Mix aus Druck und Hilfsangeboten setzt. So sei die Polizei in Kombination mit städtischen Ordnungskräften frühzeitig und deutlich verstärkt im Einsatz. Zugleich betreibe die Jugendverwaltung so genannte «aufsuchende Jugendarbeit», schickt also Straßen-Sozialarbeiter in die Szene, um Rat und Hilfe anzubieten. Nicht zuletzt versucht die Stadt, den Alkohol-Hahn im Viertel abzudrehen - indem mehreren Gastronomen bzw. Kiosk-Betreibern vor Ort, die sich mit Kampfpreisen unterbieten, der Verkauf von Flaschenbier freitags und samstags abends untersagt wurde (wir berichteten). Ein Vorgehen, mit dem man rechtlich auf schmalem Grad wandere, wie Steitz und Ordnungsamtsleiter Ortwin Schäfer einräumten. In Düsseldorf hatte das Verwaltungsgericht jüngst eine - zeitlich allerdings nicht begrenzte - Beschränkung des Alkoholverkaufs kassiert. «Aber wir wollen nichts unversucht lassen», betonte Steitz. Dafür gab es denn auch Lob von der Politik. «Wir haben den Eindruck, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Polizei gute Arbeit leistet und sich die Situation schon gebessert hat», stellte Bürgerlisten-Sprecher Dr. Thomas Reinbold fest. Keine Chance hatte der Antrag der CDU, das vor zwei Jahren ausgelaufene Quartiersmanagement wieder zu beleben. Es gehe nicht um planerische, sondern um ordnungspolitische Aufgaben, waren sich Reinbold mit SPD-Ratsfrau Monika Lührs einig. Die kündigte an, dass ihre Fraktion dies auch im heute tagenden und für das Quartiersmanagement eigentlich zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung so sehen werde. Oli

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