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Wirtschaft trifft Sport

Sölde Für die kleinen Sportvereine liegt das Geld nicht auf der Straße. Händeringend werden Geldgeber gesucht, die sich engagieren und mithelfen, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten.

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Nur ein Beispiel von vielen ist das Engagement des Dachdeckerbetriebes Koschinski beim VFR Sölde. Jörg Bauerfeld sprach mit Geschäftsinhaber Torsten Koschinski über die Gründe für ein Sponsoring im Sport.

Herr Koschinski, was sind die Gründe für einen Geschäftsmann, sich in einem Sportverein zu engagieren?

Koschinski: Da gibt es sicher die verschiedensten. Bei mir fing es damit an, dass ich früher selber in Sölde vor den Ball getreten habe und meine Kinder dies jetzt auch tun. Mein Herz hängt an diesem Verein.

Und was noch?

Koschinski: Sicher gibt es da auch den sozialen Gedanken. Es gibt immer weniger Bolzplätze, die letzten Flächen werden zugebaut. Ein Verein ist für viele Kinder die einzige Möglichkeit, Fußball zu spielen. Und das sollte man unterstützen.

Also hat man als Unternehmer vor Ort auch eine gewisse Verantwortung?

Koschinski: Ich denke schon. Aber die Geschäftsleute könnten viel mehr tun.

Inwiefern?

Koschinski: Indem man erkennt, was in einem Verein so alles passiert. Die Kinder und Jugendlichen kommen von der Straße weg und werden mehrere Stunden in der Woche gut betreut.

Hört denn Ihr Sponsoring am Spielfeldrand auf oder haben Sie noch andere Möglichkeiten der Unterstützung?

Koschinski: Ich glaube, dass man den Jugendlichen in einem Verein, wenn man die Möglichkeit hat, auch in beruflicher Hinsicht helfen kann. Ich vermittle zum Beispiel Praktika oder auch schon mal eine Lehrstelle.

Wieviel ist man denn als Sponsor überhaupt bereit zu leisten?

Koschinski: Das hängt natürlich auch von der wirtschaftlichen Substanz der einzelnen Firmen ab und wie eng man mit einem Verein verbunden ist. Ich entscheide oft aus dem Bauch heraus.

Und wie hoch fällt ihre Hilfe beim VFR Sölde aus?

Koschinski (lacht): Das muss immer der Steuerberater entscheiden. Aber im Ernst. Ich beschränke mich da auf materielle Zuwendungen. Trainingsanzüge, Trikots oder Sporttaschen.

Und das alle ohne finanziellen Hintergedanken?

Koschinski: Wenn ich Profit aus meinem Engagement schlagen wollte, müsste ich eine andere Sportart wählen. Ich freue mich einfach, wenn ich die strahlenden Kinderaugen sehen und fühle mich wohl dabei, dass ich helfen kann. Auch wenn man in gewisser Weise ein wenig verrückt sein muss.

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