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Wohlfühlort statt Parkplatz

BRACKEL Kein gutes Haar ließ Walter Nickisch vom Planungsamt am Brackeler Marktplatz: "Krumme Verkehrsschilder mit Abfalleimern, unansehnliche Pflanzenkübel, die Toilette vorne an der Hellwegseite - mit einem Wort: Der Platz ist eine Katastrophe!"

Das hatte auch bereits die Bezirksvertretung (BV) erkannt und die Verwaltung beauftragt, sich Gedanken über eine Neugestaltung des Marktes zu machen. Die ersten Skizzen hatte Walter Nickisch im Gepäck, als er dem Vorortparlament die Vorstellungen seiner Dienststelle schilderte. "Der Brackeler Marktplatz ist mit vielfacher Nutzung überfrachtet", legte der Verwaltungsmann dar. "Da sind Fahrradständer, Werbeanlagen, Container und vieles mehr, außerdem wird er, wenn kein Markt stattfindet, als Parkplatz genutzt. Unser Ziel ist es, den Platz aufzuräumen und ihn zu entflechten."

Was schlägt die Stadt konkret vor? Sie möchte das Parken an den Rand des Platzes verlegen. Statt der jetzt 50 bis 60 wären dann zwar nur noch 40 Stellplätze vorhanden, doch würde Raum u.a. für Bäume und Sitzbänke geschaffen. Und Parkplätze werde es auch auf der gegenüberliegenden Hellwegseite am neuen Lidl geben. Angedacht ist auch eine Außengastronomie.

Nickisch wies darauf hin, dass der Marktplatz ein Gefälle von über fünf Prozent hat. Dieser Höhenunterschied könne durch vier bis fünf Stufen ausgeglichen werden, so dass zwei Ebenen entstehen. Für Behinderte solle es eine Rampe geben. Des Weiteren könnten kleine Mauern aus Sandstein das Gefälle egalisieren.

Er wisse, dass die Marktbeschicker von einer Treppe nicht begeistert seien, doch auf dem Markt in der Innenstadt würden sie die Stufen auch hinnehmen. Die Marktfunktion des Platzes in Brackel werde gewährleistet. "Wir werden auch dafür sorgen, dass der Autoscooter für das Oktoberfest weiter aufgestellt werden kann."

Ideal wäre nach Ansicht des Planungsamtes ein schöner Neubau an der Ostseite des Brackeler Marktes. Die gesamte Konzeption soll in sechs Monaten fertig sein. Einen Zeitplan für die Umsetzung konnte Nickisch nicht nennen. Sie hänge von der Finanzierung ab. u.b.

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