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Würdiger Abschied

"Ein Tier kann so viel sein für Menschen", weiß Pfarrer Friedrich Laker.

"Ein enger Freund, ein Beschützer, ein Familienmitglied. Daher verdrängen viele den Gedanken daran, dass es eines Tages fortgehen könnte." Am vergangenen Sonntag widmete das Pfarrer-Ehepaar Laker auf dem Tierfriedhof in Wambel den geliebten Haustieren einen Gottesdienst.

"Wir können im Todesfall auch einfach die Tierkörperbeseitigung anrufen", so Sandra Laker. "Doch für die meisten Menschen sei dies nicht der richtige Umgang mit dem Tod."

Das hat auch Martin Struck von den Friedhofsgärtnern Dortmund, die den Tierfriedhof betreiben, erfahren: "Wenn nach 16 Jahren die Katze einer 84-jährigen Frau gestorben ist, holen wir das Tier ab. Danach ist die Frau allein." Daher sei es ganz wichtig, behutsam und mit Stil vorzugehen.

Auch die würdevolle Behandlung eines kranken Tieres sage viel über Menschen aus. So berichtete Holger Over vom Tierschutzverein Dortmund vom Schicksal eines Mischlingshundes von Freunden, der im Alter von neun Jahren erblindet ist.

"Damals haben sich schon viele gefragt, warum wir den Hund nicht einschläfern ließen. Doch er hat sich schnell an die Blindheit gewöhnt und sein Leben sichtlich genossen." Erst viele Jahre später hätten sich die Besitzer auf Rat des Tierarztes entschlossen, ihren Hund vom Leid zu erlösen. Nach vielen Krankheiten sei inzwischen schon das Aufstehen zur Tortur geworden. Da war das Tier 15 Jahre alt.

Der an den Hauptfriedhof angrenzende Tierfriedhof bietet Tierfreunden seit drei Jahren die Möglichkeit, sich angemessen von den Lieblingen zu verabschieden.

"350 bis 400 Tiere wurden bisher hier beigesetzt", so Martin Struck. "Das ist genau der richtige Rahmen", finden er und Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Dortmund. jo

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