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Zocker hatte 46.000 Euro dabei

DORTMUND Eigentlich war es ein guter Tag für den 76-jährigen Rentner aus Castrop-Rauxel. Als er am 25. Juli 2007 die Spielbank Hohensyburg verließ, hatte er 46.000 Euro in der Tasche. Doch dann wurde er auf dem Parkplatz überfallen.

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Seit Mittwoch beschäftigt der Fall das Dortmunder Schwurgericht. Auf der Anklagebank sitzt ein 37-jähriger Mann aus dem Sauerland. Er soll dem Senior damals bis auf den Parkplatz gefolgt sein und ihn dort mit einem Messer schwer verletzt haben. Die Anklage lautet auf versuchten Raubmord.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der 37-Jährige mit im Casino war und dort gesehen hat, dass der Rentner auf der Gewinnerstraße war. 40.000 Euro hatte der Castroper mitgebracht, mit 6.000 Euro mehr trat er um kurz vor 22 Uhr den Heimweg an. „Ich saß schon in meinem Auto, hatte die Zündung schon an“, sagte der Roulette-Spieler im Zeugenstand. Doch als er gerade losfahren wollte, habe ein Mann die Tür aufgerissen und gerufen: „Dein Geld!“ Danach sei dann alles ganz schnell gegangen. Er sei auf den Beifahrersitz gestoßen und mit einem Messer gestochen worden.

Beute hat der Täter allerdings nicht gemacht. Drei Jugendliche, die den Überfall beobachtet hatten, konnten den Mann noch rechtzeitig in die Flucht schlagen. Die Verletzungen hat der Rentner erst gar nicht gespürt. Dabei waren sie schlimm genug. Ein Stich war in den Hals gegangen, nur zwei Zentimeter an der Hauptschlagader vorbei. Der andere hatte die Lunge getroffen, die teilweise kollabierte.

Der Angeklagte selbst hat sich zum Prozessauftakt noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Wie es heißt, hat er damals unter Geldsorgen und Depressionen gelitten. Die Staatsanwaltschaft geht deshalb schon jetzt von verminderter Schuldfähigkeit aus. Der Prozess wird fortgesetzt.

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