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Angebot wird dringend benötigt

Haltern Willi Grave Mit "Fairkauf" hat der Caritasverband Arbeitsplätze geschaffen und bietet Second-Hand-Möbel für den schmalen Geldbeutel an. Elke Rüdiger sprach mit Caritas-Geschäftsführer (Foto).

Wie kam es zur Gründung?

Grave: Ich habe Holger Schön, als er im Rahmen einer Weiterbildungsmaßnahme ein Praktikum bei uns absolvierte, damals gesagt, er könne sich einen Orden verdienen, wenn er das Möbelhaus attraktiver gestalte. Als wir von "Fairkauf" hörten, haben wir hin und her gerechnet. Ergebnis: Mit großen Anstrengungen lässt sich das Projekt finanzieren.

Was geschieht mit der Möbelwerkstatt?

Grave: Die wird geschlossen. Wir behalten aber die Räume, um Lagerkapazitäten aufzustocken und eine Werkstatt für Reparaturen und Verschönerungen einzurichten. Qualifizierte Mitarbeiter haben wir dafür. Wir hoffen, irgendwann Ausbildungsplätze anbieten zu können.

Wie sieht die Zukunft aus?

Grave: "Fairkauf" ist kein zeitlich begrenztes Projekt, es hängt aber auch von Fördergeldern ab. Haltern benötigt so ein Angebot dringend: Die Schicht der wirklich Bedürftigen wächst, die Situation wird sich verschärfen: Künftig zahlt die Sozialhilfe keinen Zuschuss mehr für so genannten zusätzlichen Bedarf, wenn z.B. die Waschmaschine ihren Geist aufgibt. Geld für solche Anschaffungen müssen Hilfeempfänger ansparen. Bei 347 Euro im Monat ist das kaum möglich.

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