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Antoniusschule wird vorerst nicht geschlossen

Anmeldezahlen an Lavesumer Grundschule stabilisiert

LAVESUM Politik und Verwaltung hatten 2012 beschlossen, einen Grundschulstandort in einem Halterner Ortsteil aufzugeben. In den Blick war die Antoniusschule in Lavesum geraten. So sollte der städtische Haushalt entlastet werden. Diese Lösung ist vom Tisch – zumindest vorerst.

Anmeldezahlen an Lavesumer Grundschule stabilisiert

Die Grundschule in Lavesum bleibt bestehen.. Foto: Foto Holger Steffe

Die Schließung sei auf das Jahr 2020 vertagt worden, nachdem die Stadt die Standorte Erich-Kästner-Schule und Martin-Luther-Schule eher als im Haushaltssanierungsplan vorgesehen aufgeben konnte, erklärte Kämmerer Dirk Meussen der Redaktion. Es sei sogar davon auszugehen, dass es in absehbarer Zukunft überhaupt nicht mehr zur Schließung der Schule komme, fügte er hinzu. Dann müssen allerdings geplante Einsparungen in Höhe von 102.000 Euro im Jahr 2020 und 103.000 Euro 2021 kompensiert werden. Darauf werde die Bezirksregierung Münster bei der Genehmigung des Halterner Sanierungsplans achten. Die Verwaltung arbeite bereits an einer Alternative, die den politischen Gremien wahrscheinlich schon im Zuge der Fortschreibung des Sanierungsplans für 2019 vorgestellt werde.

Als Grund für die Kehrtwende in Lavesum nannte Dirk Meussen die demografische Entwicklung in Lavesum, die 2012 noch nicht abzusehen gewesen sei. Damals ging man davon aus, dass im Dorf auf Dauer zu wenig Kinder geboren oder zuziehen würden, um die Schule zu erhalten. Es war zu befürchten, dass nicht mehr die Mindestzahl von 15 Schülern pro Jahrgang erreicht würde. Diese Annahme hat sich jedoch nicht bestätigt. „Unsere Anmeldezahlen haben sich stabilisiert“, sagte Schulleiter Hans Hatebur auf Anfrage der Redaktion. Zurzeit besuchen 24 Kinder das erste Schuljahr.

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Für den Pädagogen ist die Abwendung der Schließung eine erfreuliche Nachricht. Seitdem die Lavesumer Schule für die Aufgabe ins Visier genommen worden war, hatte er vor einem Dominoeffekt gewarnt. Erfahrungen hätten gezeigt, dass alsbald der Kindergarten folgen werde und der Ortsteil zum „Schlafdorf“ mutiere. Stattdessen ist Lavesum anscheinend nun gerade bei jungen Familien als Wohnort beliebt. Dies belegt unter anderem die Mitteilung aus der Verwaltung, dass aufgrund der hohen Nachfrage eine weitere Zusatzgruppe für 20 Ü3-Kinder als Ergänzung des Kitaangebotes im Lavesumer Pfarrheim eingerichtet werden muss.

Zur positiven Entwicklung des Schulstandortes hat vermutlich auch die Gründung des Verbunds mit der Joseph-Schule in Sythen und die Aufnahme von Sythener Kindern in der Lavesumer Schule beigetragen. Auch im laufenden Schuljahr bringt wieder täglich ein Taxi Sythener Schüler zum Unterricht ins Nachbardorf. Die Eltern haben sich häufig für diese Lösung entschieden, weil die Antoniusschule wesentlich kleiner und daher übersichtlicher ist als die Josephschule. Hans Hatebur geht außerdem davon aus, dass die Auszeichnung der Schule als sogenannte Mint-Einrichtung mit dem Schwerpunkt Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik für das Image spricht. Im Schuljahr 2018/19 wird die Lavesumer Schule voraussichtlich überhaupt nicht auf Unterstützung aus Sythen angewiesen sein. Dann soll eine Klasse mit 20 Kindern gebildet werden, in Sythen sind zwei mit jeweils 29 Kindern vorgesehen.

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