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"Annapütt" von Efeu befreit

Haltern Am Fuße des alten Kreuzweges auf dem Annaberg liegt ein seit Jahren von Efeu fast gänzlich verdeckter Brunnen, der für viele Halterner unter dem Namen "Annapütt" zu einem Stück Kindheits- und Heimatgeschichte geworden ist.

Kleine Kinder brachte in Haltern nicht der Klapperstorch - sie kamen aus dem Annapütt. Pilger schöpften dort so fleißig "heiliges Wasser" für die Lieben daheim, dass der Wirt der Restauration Schürmann manchmal mit Leitungswasser nachhelfen musste. Junge Mädchen, die einen Mann suchten, gingen zum Annapütt und hofften, dass Mutter Anna mit dem Kopf nickte. Dann wussten sie: "Se hätt nickt - ick krieg´n Mann met!" Solche und andere Geschichten über den Annaberg finden sich in der Broschüre "Pilgern auf den Berg", herausgegeben vom Stammtisch der Heimatfreunde, die im Buchhandel und in der Pilgereinkehrstätte erhältlich ist. Diese aus Bruchsteinen gebildete grottenartige Vertiefung wieder sichtbar zu machen, haben sich die Heimatfreunde am vergangenen Mittwoch zur Aufgabe gemacht.

Auf einem jüngeren Quadersockel erhebt sich oberhalb des Brunnens eine barocke Sandsteingruppe der Anna Selbdritt mit Johannes, die ebenfalls stark zugewachsen war. Die unter Denkmalschutz stehende Figur ist ein bedeutendes Dokument Halterner Kulturgeschichte und gehört zum Ensemble barocker Kunstwerke auf dem Annaberg. Es dürfte im Interesse der vielen Besucher des Annaberges liegen, diesem Platz, zu dem früher auch eine Sonnenuhr gehörte, sein ursprüngliches Aussehen zurückzugeben. Pastor Bruno Pottebaum zeigte sich nach einer ersten Besichtigung des von Efeu befreiten Annapütts sehr zufrieden und spendierte den Heimatfreunden spontan eine Runde. Rudolf Marwitz

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