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Alloheim-Vertreter stellen sich den Fragen der Stadt

Betreutes Wohnen: Vermietung und auch Verkauf geplant

SYTHEN Wie geht es am Pflegestandort im Sythener Elterbreischlag weiter? Nach der Änderung der Besitzverhältnisse stellten sich am Donnerstag Vertreter der Alloheim-Gruppe den Fragen der Halterner Politik.

Betreutes Wohnen: Vermietung und auch Verkauf geplant

Das Alloheim in Sythen und die noch zu bauenden Gebäude für Betreutes Wohnen stehen in der Diskussion. Foto: Foto Jürgen Wolter

Mit ihrem Namen stehe sie dafür, die Qualität im Altenheim „Sythen am See“ zu sichern. Mit dieser Aussage verabschiedete sich Heimleiterin Hildegard Tacke am Donnerstagabend aus dem Ausschuss für Generationen und Soziales. Nach den überraschenden Grundstücksverkäufen am Pflegestandort der Alloheim Seniorenresidenzen GmbH im Baugebiet Elterbreischlag war sie gemeinsam mit Marcel Trümpelmann, einem operativen Leiter der Alloheim-Gruppe, angetreten, um sich Fragen zur aktuellen Entwicklung zu stellen.

Streben nach Gewinnmaximierung?

Marcel Trümpelmann äußerte sich zu einem kritischen Fernsehbericht des Magazins „Frontal 21“, in dem Missstände in einzelnen Alloheim-Einrichtungen und das Streben nach Gewinnmaximierung durch den neuen Eigentümer Nordic Capital kritisiert wurden. Ein Organisationsverschulden könne man Alloheim nicht vorwerfen. Vielmehr seien Mängel auf individuelles Fehlverhalten zurückzuführen. „Nicht jeder Mitarbeiter erbringt die vertraglich vereinbarten Leistungen“, erklärte er. Die Berichterstattung – in einem Fall wurde ein Alloheim-Haus von der Heimaufsicht geschlossen – habe dazu geführt, dass die Gesellschaft in jeder ihrer Einrichtungen auf eigene Kosten einen Qualitätsbeauftragten installiert habe. Fehlentwicklungen wie von Frontal 21 beschrieben könnten in Sythen nicht passieren, teilte Marcel Trümpelmann mit.

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Hildegard Tacke räumte ein, dass in ihrer Einrichtung auch Fehler passiert seien. „Es gibt kein Haus, wo es keine Beschwerden gibt“, sagte sie. Als Heimleiterin schaue sie jedoch genau hin und greife rechtzeitig ein, um dauerhafte Mängel zu verhindern. Das Sythener Haus wird zurzeit noch sukzessive belegt. 64 von 80 Bewohnern sind eingezogen. Freie Kapazitäten gibt es nur noch in der geschlossenen Abteilung.

Baustart soll im Sommer sein


Aus Termingründen war Adriano Winkler von der Viam-TSC Osmium Berlin der Einladung nach Haltern nicht gefolgt. Er hatte in seiner schriftlichen Absage an die Stadt angekündigt, dass der Baustart für die betreuten Wohnungen in Sythen in diesem Sommer erfolgen soll. Ursprünglich war dieser bereits für August 2017 vorgesehen gewesen. Bei dem Projekt werde man mit dem Architekten Bernd Perner und dem Generalunternehmen Köster zusammenarbeiten, die schon dafür gesorgt hatten, dass die Errichtung des Altenheims reibungslos verlief. „Bezüglich der Vermarktung ist sowohl das Verkaufs- als auch das Vermietungsmodell vorgesehen“, legte sich Adriano Winkler in seinem Schreiben an die Bauverwaltung fest. Bürgermeister Bodo Klimpel ergänzte auf Nachfrage aus dem Ausschuss, dass laut städtebaulichem Vertrag die Frist für den Start der Baumaßnahme im Juli 2019 auslaufen wird.

Sorge um Interessen eines Finanzinvestors

Für die WGH-Fraktion erklärte Marlies Breuer, dass sie von der „hervorragenden Arbeit“ vor Ort überzeugt sei. Diese habe aber nichts mit der Tatsache zu tun, dass Alloheim von den Interessen eines Finanzinvestors gelenkt werde. Unter anderem sei es nicht abzusehen, ob der Pachtvertrag zwischen Alloheim und der Viam-TSC Osmium Berlin eingehalten werde. Sie befürchtete im Fall der geplanten betreuten Wohnungen, dass diese wie die gesamte Alloheim-Gruppe zum Spekulationsobjekt werden könnten. SPD-Fraktinsvorsitzende Beate Pliete kritisierte die zeitliche Verzögerung für den Bau der betreuten Wohnungen und wies darauf hin, dass die Aussagen zum Thema Vermietung nicht zufriedenstellend seien.

Für den Seniorenbeirat sind nach einem Gespräch mit Hildegard Tacke und Marcel Trümpelmann am Nachmittag vor der Sitzung alle Irritationen ausgeräumt. Man strebe an, sich in den Heimbeirat wählen zu lassen, um den qualitativ gesicherten Betrieb zu überwachen, kündigte der zweite Vorsitzende Jürgen Chmielek an.

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