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Bürger sollen ihre Ideen zum künftigen Gesicht der Stadt Haltern am Dienstag einbringen

Forum Stadtentwicklung

Wie soll Haltern sich entwickeln? Wer sich dazu mit Experten Gedanken machen möchte, ist am Dienstag ins Alte Rathaus zum Forum eingeladen. Dem Auftakt folgen weitere Gespräche und Aktionen.

HALTERN

von Elisabeth Schrief

, 22.06.2018
Bürger sollen ihre Ideen zum künftigen Gesicht der Stadt Haltern am Dienstag einbringen

Um die Entwicklung der Halterner Innenstadt geht es am Dienstag bei einem Bürgerforum im Alten Rathaus. © Foto: Blossey

Am Dienstag (26. Juni) beginnt um 19 Uhr im Alten Rathaus das erste Bürgertreffen für das sogenannte Isek (Integriertes Stadtbauliches Entwicklungskonzept). Hier können Bürger ihre Wünsche und Idee vortragen.

Um Interessierte schon vorab zu informieren, beantworten Anette Brachthäuser (Baudezernentin Haltern am See), Martin Rogge (Büro „stadtraum Architektengruppe“) und Rolf Junker ( Büro „Junker + Kruse“) Fragen zu Isek.

Im letzten Herbst hat der Rat die Vergabe des ISEKs beschlossen. Was verbirgt sich hinter dem Begriff?

Martin Rogge: Mit diesem Konzept wird die Weichenstellung für die Stadtentwicklung der Innenstadt für die nächsten fünf bis zehn Jahre festgelegt. Ziel ist es, die Innenstadt aufzuwerten sowie Maßnahmen im öffentlichen Raum, auch private Entwicklungsmaßnahmen, anzustoßen und zu begleiten.

Zunächst werden auf Grundlage einer Bestandsanalyse die Stärken und Schwächen der Innenstadt erfasst und unter Beteiligung der Öffentlichkeit Ziele und Handlungsleitlinien für die zukünftige Entwicklung formuliert. Im Anschluss werden die Leitbilder in konkrete Projekte und Maßnahmen überführt, die u.a. die Grundlage für die späteren Förderanträge bei der Bezirksregierung Münster bilden.

Welche Themen werden durch ein ISEK aufgegriffen?

Martin Rogge: Vor allem Handlungsfelder wie die Stadtgestalt, Nutzungen, Freiräume und Aufenthaltsbereiche sowie Verkehr spielen eine wichtige Rolle. Konkret geht es um die Qualität der Bebauung, der öffentlichen und privaten Räume, die Angebotsqualität der Einzelhandelsbetriebe, Gastronomen und Dienstleister sowie die sozialen/öffentlichen Einrichtungen und kulturellen Angebote.

Was ist seit der Auftragsvergabe geschehen und wo steht das Halterner ISEK zurzeit?

Rolf Junker: Seitdem wir den Auftrag erhalten haben, das Isek zu erarbeiten, haben wir uns intensiv mit der Lage der Stadt und der Stadtstruktur beschäftigt. Neben Ortsbesichtigungen hat ein Austausch mit der Verwaltung zu Projekten und Entwicklungen in der Stadt stattgefunden. Um auch die politischen Vertreter in den Prozess einzubinden, wurde ein Lenkungskreis ins Leben gerufen. Mit der Bestandsanalyse haben wir als externe Büros unsere Sicht auf die Stadt dokumentiert und erste Handlungsschwerpunkte und Projekte skizziert.

Wer darf sich durch das von Ihnen genannte Bürgerforum am 26. Juni angesprochen fühlen?

Anette Brachthäuser: Angesprochen sind alle Bürger. Das können Menschen sein, die sich schon lange mit der Stadt beschäftigen oder sich bereits an konkreten Projekten engagieren. Es sind aber auch die Bürger, die die Innenstadt regelmäßig aufsuchen und sich einfach nur über die aktuellen Entwicklungen in ihrer Stadt informieren wollen und alle Eigentümer, Gewerbetreibende, Einzelhändler und Betroffene sowie Vertreter der Politik und örtlicher Interessengruppen.

Was ist mit jenen, die Dienstag nicht ins Rathaus kommen können?

Anette Brachthäuser: Uns ist wichtig, dass sich möglichst viele Bürger für ihre Stadt engagieren. Grundsätzlich können natürlich Bürger ihre Ideen und Anregungen beim Bereich Wirtschafts- und Standortförderung zu den Öffnungszeiten der Stadtverwaltung persönlich vortragen. Darüber hinaus startet unmittelbar nach dem Bürgerforum eine Befragungsaktion. Dazu liegen Postkarten in öffentlichen Einrichtungen, Geschäften und Lokalen aus. Sie können mit Anregungen und Hinweisen bis zum 30. Juli 2018 an die Verwaltung zurückgeschickt oder dort abgegeben werden. Darüber hinaus besteht auf der Internetseite der Stadt die Möglichkeit, sich an einer Online-Befragung mit Vorschlägen zur Verbesserung der Innenstadt zu beteiligen. Die Befragung ist anonym. Darüber hinaus ist noch eine weitere Bürgerveranstaltung vorgesehen.

Wie ist der weitere Fahrplan für das Projekt?

Rolf Junker: Die Bürgermeinungen erhalten wir aus dem Forum am Dienstag und der anschließenden Befragung. Dann folgt die Phase der Zielfindung und Konkretisierung. In dieser Phase werden wir den Austausch mit den Innenstadt-Akteuren, also beispielsweise den Gewerbetreibenden und Eigentümern, suchen. Parallel dazu finden regelmäßige Gespräche mit der Verwaltung und Politik statt, außerdem mit der Bezirksregierung. Auf dieser Grundlage wird ein Vorentwurf für das Leitbild und der Rahmen des Handlungskonzeptes erarbeitet. In einer weiteren Bürgerveranstaltung können dann Interessierte erneut mit uns darüber diskutieren. Ein Stadtrundgang bietet zudem die Möglichkeit zur Reflexion. Die Fertigstellung des Konzeptes soll bis Ende 2018 bzw. Anfang 2019 erfolgen. In einer Abschlussveranstaltung wird dann das Ergebnis präsentiert.