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Das kann doch jedes Baby

HALTERN Modeln ist nichts für Luca-Noel, er weicht meiner Kamera immer wieder geschickt aus. Macht aber nichts, denn der Wonneproppen ist ja auch nicht zum Foto-Shooting im "Aquarell", sondern zum "Babyschwimmen".

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Eine glückliche Schwimm-Familie. Dass beide Elternteile mitmachen, ist bei den Kursen allerdings eher die Ausnahme.

Luca-Noel ist zwar foto- aber keineswegs wasserscheu. Papa Markus ist beim VHS-Kurs immer dabei.

Irgendwann habe ich den kleinen Mann dann doch erwischt. Bei anderen kleinen Wasserratten geht es schneller. Henrik aus Hullern steht kerzengrade auf einer schwimmenden Matte - als einziger. Stolz grinst er in die Kamera, und holt sich ein Lob von Mama Julia ab. Keine zwei Sekunden später plumpst er dann doch auf den Po. Das ist ihm aber egal, er hatte ja seinen Triumph.

Mittendrin schwimmt VHS-Leiterin Gabriele Spierefka mal hier- und mal dorthin. Die 45-Jährige bittet mehrfach in der Woche zum Babyschwimmen und hat schon einiges erlebt. "Einmal schrie ein Kind, dem wir gerade Schwimmflügel übergestreift hatten, wie am Spieß. Wir wussten nicht warum", erinnert sich die 45-Jährige. Erst als die Flügel wieder abgemacht wurden, war der Grund für das Geschrei klar: Der kleine Mann wollte tauchen, mit Flügeln unmöglich.

 Vier Monate

Mindestens vier Monate alt müssen die Babys sein, damit sie mitmachen können. Der fotoscheue Luca-Noel ist ein wenig älter, vor sechs Monaten brachte ihn Mutter Katja zur Welt, jetzt planscht er mit Papa Markus. "Ich mache Pekip, er Babyschwimmen", erklärt die 29-Jährige die strikte Aufteilung. Direkt daneben feiert der viermonatige Jannik aus Sythen Premiere. "Wir sind das erste Mal hier, das gefällt uns beiden aber richtig gut", freut sich Mama Kristin. Sie sei über die Halterner Zeitung auf den Kurs aufmerksam geworden. Gern geschehen.

 Wassergewöhnung

Der erste Kurs ist schnell vorbei, die nächsten Babys warten schon auf ihren Einsatz. Erst einmal heißt es aber ans Wasser gewöhnen. Schlagartig. Dabei wird den kleinen Schwimmern mit einem Becher Wass er über den Kopf gegossen. Erst macht es die Mutter, dann sollen es die Kleinen selbst machen. Shirin hält sich nicht an die Vorgaben. Sie gießt sich von Beginn an munter selbst Wasser über den Kopf. "Das macht sie immer so", erklärt Mami Bahar. Leiterin Spierefka erklärt: "Das ist die Vorbereitung aufs Tauchen. Ohne Becher sind die meisten hier auch nicht glücklich."

Danach gibt es noch weitere Übungen. Links rum drehen, rechts rum drehen, das Baby nur auf einer Hand durchs Wasser gleiten lassen. Und immer wieder wird gesungen. Nach 45 Minuten ist auch beim zweiten Kurs Schluss, die kleinen Wasserratten verlassen mit ihren Müttern erschöpft das Bad. Ich auch, meinen Schnappschuss von Luca-Noel habe ich ja.

 

 

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Eine glückliche Schwimm-Familie. Dass beide Elternteile mitmachen, ist bei den Kursen allerdings eher die Ausnahme.

Luca-Noel ist zwar foto- aber keineswegs wasserscheu. Papa Markus ist beim VHS-Kurs immer dabei.

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