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Die Mauer bröckelt

Schallschutz auf niedrigerem Niveau kostet sechs Bauplätze am Elterbreischlag

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Bis auf ein 20 m langes Teilstück am Vereinsheim des TuS Sythen mit einer Höhe von 4 m sollen die restlichen 80 m entlang des Sportplatzes und des Freibadgeländes nur noch 3,50 m hoch werden. Dafür müsste im Bereich des Brinkwegs auf sechs Baufelder verzichtet werden. Eine noch niedrigere Variante bietet sich nach Auskunft von Baudezernent Wolfgang Kiski nicht an. «Dann gibt es nur noch die Null-Lösung mit dem Wegfall von 28 Baufeldern.» Schon jetzt sei die angebotene Alternative für die Eigentümergemeinschaft finanziell schmerzlich, denn insgesamt wäre sie mit Kosten von 700 000 Euro verbunden (Lärmschutzmaßnahme rund 200 000 Euro plus Wegfall der Baufelder). Im Bereich des Freibades könnte sich Kiski einen terrassierten Ausbau des Walls vorstellen, der sich als zusätzliche Liegewiese anbieten würde. Einen Beschluss über diesen Entwurf fasste der Ausschuss nicht. Über die Auslegung der Pläne zum Baugebiet Elterbreischlag soll nun der Rat in seiner nächsten Sitzung am 6. Juni entscheiden. SPD-Fraktionsvorsitzender Heinrich Wiengarten fühlt sich von der Verwaltung zu spät und zu spärlich informiert. Erst kurz vor der Fraktionssitzung am letzten Montag sei ein einseitiges Info-Papier eingetroffen. «Ich hatte das Angebot gemacht, Ihre Sitzung zu besuchen. Andere haben davon Gebrauch gemacht», konterte Baudezernent Wolfgang Kiski. «Wir reden hier nur über eine öffentliche Auslegung der Pläne», versuchte Manfred Ernst, (CDU) die Fronten zu klären. Maaike Thomas (Bündnis 90/Die Grünen) sieht in dem langjährigen Tauziehen um die Größe des Baugebietes einen Grund für die aktuellen Schwierigkeiten. «Vor zehn Jahren hätten wir diese Probleme nicht gehabt», zielte sie auf die Einbeziehung des Seuchengartens und die mittlerweile geänderte Gesetzeslage ab. Dagegen argumentierte Manfred Ernst: «Wenn wir den Seuchengarten nicht mit drin hätten, müssten wir das ganze Gebiet vielleicht kippen.» Silvia Wiethoff

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