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"Erst fängt es langsam an"

Sythen Als Ingrid Balke 1973 mit ihrer Familie nach Sythen zog, befand sich die Evangelische Kirche in Haltern in der Diaspora.

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Das war für die tatkräftige Neubürgerin allemal ein Grund, sich für ihren Glauben und ihre Kirche zu engagieren. Auf 14 Jahre als Presbyterin kann sie zurückschauen, wenn sie im April 2008 aus diesem Amt ausscheidet. "Ich hatte viel Spaß an der Arbeit, aber nun ist es genug", bekräftigt die 63-Jährige ihre Entscheidung, einen Schnitt zu machen. Währenddessen klingelt schon wieder das Telefon (Foto), und ein Gemeindemitglied aus Lippramsdorf trägt ein Anliegen vor, um das sich Ingrid Balke umgehend kümmern will.

Die Arbeit mit und für die Evangelische Gemeinde in Haltern hat ein Stück ihres Lebens geprägt. 1992, als die eigenen Kinder erwachsen geworden waren, setzte sie den Anfang und ließ sich als Kandidatin für die Presbyterwahlen aufstellen. Zwei Jahre später wurde sie in das Amt nachberufen. "Erst fängt es langsam an....", hat sie sich gerade für das Heft "Kontakte" erinnert.

Beschränkung des Einsatzes auf elf Sitzungen im Jahr sowie die eventuelle Teilnahme an einem Ausschuss, so hatte man die gelernte mathematisch-technische Assistentin "geködert". Bewusst ließ sie sich später für den Finanzausschuss aufstellen, weil dieser nur einmal im Jahr tagt. "Ich hatte gedacht, damit hast du alles im Griff", lacht die Sythenerin heute. In vieles sei sie mit der Zeit hineingewachsen. Besonders am Herzen lagen ihr die Mitarbeit am Gottesdienst sowie als Sythener Ortspresbyterin die Vorbereitung des jeweiligen ökumenischen Weltgebetstags der Frauen sowie die Seniorenarbeit.

Mit großer Leidenschaft und ebenso viel Sachverstand füllte Ingrid Balke außerdem das Amt der Finanzkirchmeisterin aus, das sie mit ihrem Ausscheiden acht Jahre innehatte. Akribisch wacht ihr zahlengeschultes Auge über alle Rechnungen, die bei der Gemeinde eingehen und an den Recklinghäuser Kirchenkreis weitergereicht werden müssen. "Mittlerweile ist das Routine, aber wir haben in der Familie lange diskutiert", weiß sie um die Verantwortung dieser kirchlichen Kontrollinstanz.Wenn sie diesen Aufgabenbereich bald in jüngere Hände übergeben kann, wird Ingrid Balke auch ein wenig erleichtert aufatmen. Die Gefahr, dass sie ab Frühjahr 2008 über Langeweile klagen könnte, besteht allerdings nicht. Schon jetzt freut sich die langjährige Presbyterin darauf, weiterhin am vierteljährlichen Erscheinen des Infobriefes "Kontakte" mitzuwirken (Foto) und die Gestaltung festzulegen. Ihrem Ortsteil Sythen will sie in besonderer Weise treu bleiben und hier die Gemeindearbeit in der einen oder anderen Form unterstützen. Außerdem hofft sie auf Mußestunden mit Ehemann Gunter, wenn es die verbleibenden Termine erlauben. Der 67-Jährige ist zwar mittlerweile Rentner, aber auch für die Ev. Gemeinde aktiv, im Bauausschuss.

Für die Zukunft wünscht sich Ingrid Balke:

Dass die Halterner Gemeinde trotz möglicher finanzieller Engpässe viele Aufgabenfelder weiterführen kann.

Dass der Blickpunkt als wohnortnahes Gemeindezentrum erhalten bleibt.

Dass sie selbst Ruhe und Abstand gewinnt, mehr Zeit für die Familie hat und ohne feste Verpflichtungen weiterhin in der Gemeinde dazugehört. Silvia Wiethoff

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